
Dienstag, 22. Januar 2008
Freitag, 9. November 2007
Aus den alten FuW-Ausgaben
Wer liquide ist, kann später, wenn die Märkte sich stabilisiert haben, Chancen nutzen. Auf der Kaufliste werden dann Titel von Unternehmen stehen, die zuletzt gute bis sehr gute Zahlen vorgelegt haben, jüngst aber ebenfalls vom Baissesog erfasst wurden. ... Diese Titel gilt es im Auge zu behalten.11.08.07, Lieber Investor
Hat sich die Wahrnehmng der Anleger schliesslich bis auf Tunnelblickenge reduziert, steigt naturgemäss das Risiko, dass unerwartete Ereignisse, und seien sie faktisch unbegründet, eine heftige Reaktion hervorrufen.
Das heisse und schnelle Geld hat die Aktienmärkte grösstenteils links liegenlassen und ist stattdessen in Finanzierungsvehikel für PE-Übernahmen und in HF geflossen. ... Auch daran ist zu erkennen, dass die Börsen nicht mit spekulativem Geld vollgepumpt sind. Sonst wäre der Abwärtsdruck um einiges grösser.
Korrekturen wirken nämlich oft geradezu als Katalysator für nachfolgende kräftige Kursavancen.08.08.07, S 15
Die Präsidentschaftswahl 2008 könnte durchaus zum Katalysator für den Dollarkurs werden.11.08.07, Lieber Investor, S 13
Bis auf dem US-Häusermarkt die Preise ihren Tiefpunkt erreicht haben, vergeht wohl noch ein Dreivierteljahr.Hendrik Leber, Value Investor, 04.08.07, S 39
Geduld ist eine bittere Pflanze, aber die Frucht ist süss.Chinesisches Sprichwort
Nicht der Verlust von Geld macht arm, sondern die Angst vor dem VerlustBodo Schäfer, dt. Geldberater
Privatanleger bleiben der Börse nach wie vor weitgehend fern... Aktien sind nicht teuer. Der S&P-500 weist für 2007 ein KGV con 16.3 auf, das KGV des DAX beträgt weniger als 15.21.07.07 (DJIA schloss über 14'000), S 2
Die Fondsverwalter beurteilen die Wachstumsaussichten für Wirtschaft und Unternehmen so zuversichtlich wie seit über einem Jahr nicht mehr.21.07.07 (DJIA schloss über 14'000), S 11
Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.Max Frisch
Alle Krisen waren heilsame Selbstreinigungsprozesse... Bleiben politische Massnahmen aus, droht allenfalls ähnliches Ungemach wie im August 1998 im Gefolge der LTCM-Pleite und der Asienkrise. Damals verlor der S&P 500 in einem Monat 15% - alle anderen Indizes deutlich mehr. Danach legte er allerdings bis März 2000 um 62% zu... Sollte ein heftiger Rückschlag eintreten, wäre es falsch, ihn zum Anlass zu nehmen, defensiv zu werden. Wenn die Geschichte eine Anleitung zu richtigem Verhalten gibt, müssen nach einem allfälligen Kursschock dieselben zyklischen Sektoren bevorzugt werden. Dass sich aus der heutigen Grundverfassung der US-Börse eine nachhaltige Baisse entwickelt, ist höchst unwahrscheinlich.Alfons Cortés, 25.07.07, S 31
to be continued....
Freitag, 26. Oktober 2007
Emotional geführte Diskussionen
Mir geht es nicht anders, ich weiß es einfach nicht. Ich kann Ben Bernanke zurzeit nicht einschätzen. Das war bei Alan Greenspan ganz anders.
Ich sehe zudem diesen hohen Dissens zwischen fundamentalen Rahmendaten, die in den letzten Tagen auch immer wieder zu scharfen Kurseinbrüchen führten und der offensichtlich bullishen Stimmung, die dazu führte, dass trotz dieser Warnsignale jeder dieser Kursrückgange aufgekauft wurde. Das passt meines Erachtens nicht zusammen.
Achten Sie auf die Charts
In so einer Situation verlasse ich mich auf die Charts. Fundamentale Faktoren brauchen einfach oft zu lange, um sich durchzusetzen.
Hier ist zu erkennen, dass sehr viele Charts vor extrem wichtigen Entscheidungen stehen.
- Der S&P in der Nähe des Allzeithoch.
- Der Nasdaq100 an der oberen Begrenzung des alten Aufwärtstrend.
- Euro/Dollar: Ausbruch aus der langen Seitwärtsbewegung, sprich über die alten Hochs.
- Dax steht auch kurz unter seinem Allzeithoch.
Das macht deutlich, wie wichtig die nächste Zinsentscheidung der Fed für die Märkte sein wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird im Zuge der nächsten Fed-Sitzung in allen Charts die entsprechenden Entscheidungen fallen. Da ich nicht weiß, ob die Fed senkt oder nicht und wie der Markt darauf reagiert, bleibt nichts anderes übrig, als auf diese charttechnischen Signale und die Fed Sitzung zu warten.
Autor: Jochen Steffens
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Vortrag Alfons Cortés
Wie immer wieder in seiner Kolumne dargestellt, bedient er sich v.a. der Bollingerbänder und der relativen Stärke zum Vergleichsindex. Für AC ist der S&P 500 DER Index, den es zu schlagen gibt.
Seine Grundsätze:
1) Nur in primären Aufwärtstrends in Aktien investiert sein.
2) Trends werden bis auf weiteres an der NYSE gemacht. (Ablösung durch Schanghai möglich, aber nicht jetzt)
Auswahl im Ausschlussverfahren:
3) Nur Werte, Sektoren und Länderindizes die stärker als der S&P500 sind, werden ins Portfolio genommen.
4) Man investiert nur in Werte und Märkte, die liquide und juristisch sicher sind. (Oesterreich ist illiquide, Russland unsicher)
5) Aktien, die schlechter als der Länderindex (nicht Branchenindex) performen, fliegen raus.
6) Alle Positionen werde gleich gewichtet
Am Schluss bleibt eine kleine Anzahl Aktien übrigt, in die man investiert. Jede Position wird mit 2% gewichtet. Tendieren die Märkte zur Schwäche und die relative Stärke nimmt ab, erhöht sich der Cash-Anteil ganz automatisch. Alternativ kann man anstelle von Cash auch den S&P500 kaufen. Dann hätte man immerhin den besten Index im Depot.
Der Bull-Market
Der Bull-Market durchläuft drei Phasen:
a) Akkumulation
b) das rationale Umfeld
c) das irrationale Umfeld
Kennzeichen der Phasen
a) hohe Tagesvolatilität, fehlender Trend (Trader-Markt), hohe Nachrichtensensibilität, Extrapolation der Vergangenheit in die Zukunft (alles geht den Bach ab!), Skepsis ggü Trendwende.
> Visionäre gefragt, welche die neuen Trends aufspüren und Aktien kaufen. Mittel: Technische Analyse als Basis (keine faulen Eier analysieren), Fundamentalanalyse als Selektionskriterium
b) Verlauf der Kurse folgt dem Verlauf des Gewinnwachstums (fast alles verspricht Gewinn)
> DABEIBLEIBEN! NIE AUSSTEIGEN, da man nach einem kleinen Einbruch den nächsten Aufschwung sicher verpasst. Oft reicht das Kaufen des Index mit passiven Anlagevehikeln (ETF).
c) verdrängte Probleme kommen an die Oberfläche, Divergenzen zum Kursanstieg, Dissens über optimale Zentralbankpolitik weil Unklarheit über Inflation, Rezession, sehr gut gelaufene Werte werden (zu unrecht) verkauft, Erhöhung Cash-Anteil, divergierende Sektoren
> Nun muss man nochmals jene Aktien kaufen, welche die Hausse angeschoben haben und die nun verkauft wurden, denn hier lauert der grosse Gewinn. Vorsicht: Hang zur Übertreibung in der Bewertung. Wichtig: KEINE FUNDAMENTALANALYSE, rein technisch analysieren! Die Bewertung scheint nur auf den ersten Moment hoch. Die Früchte der in Phase 1 gefundenen Veränderung (Vision) reifen erst jetzt zur vollen Pracht.
Beispiele:
a) 2002/2003
b) 2003-2007
c) seit März 2007, 1998
Nach Ansicht von AC befinden wir uns am Anfang von Phase III. Seine Tipps (Auswahl):
++ NASDAQ 100, Energiewerte, Rohstoffe, IT, Telecom (Der Nutzen neuer Technologien wird stets unterschätzt und kann von den Analysten kaum richtig bewertet werden), Daimler, NESN,
+ DAX, EuroStoxx50, KOSPI
- CAC40, Nikkei 225, SMI/SMIM, Financials, Healthcare
Zu guter Letzt:
- Nimmt die relative Stärke zum Index ab, verkaufen Sie ohne Rücksicht auf den Einstandspreis.
- In jedem schlechten Sektor gibt es eine Perle.
Fazit:
Vergleiche ich seine Ideen mit unseren Bemerkungen im Forum, passen die Dinge sehr gut zusammen. Sich jetzt zu positionieren bei den ++ Ideen, kann sehr lukrativ sein. Überprüfen wir unsere Depots und werfen wir die faulen Eier raus!
Freitag, 19. Oktober 2007
Börsen-Blog Forum
Freitag, 5. Oktober 2007
Termine Schweiz
Zürich (AWP) - Nachfolgend die wichtigsten Wirtschafts- und Finanztermine vom 08.10.2007 - 31.12.2007:
08.10. Givaudan SA: Umsatz 9 Mte
Uster Technologies AG: MK zu IPO
CH/Seco: Arbeitslosenzahlen September
CH/BFS: Provisorische Ergebnisse Arbeitskräfteerhebung 2007
09.10. SNB: Eidgenössische Anleihe - Ankündigung
Präsentation Studie Plaut Economics/BAK: Thema Innovationen,
SNB/Rede Jean-Pierre Roth 'Neun Jahre Erfahrung mit dem Euro'
10.10. SNB: Eidgenössische Anleihe - Ergebnis
11.10. Kein Eintrag
12.10. CH/BFS: Beherbergungsstatistik August 2007
Innovation in der Pharmabranche - Prix Galien 2007
15.10. Kein Eintrag
16.10. Roche Holding AG: Umsatz Q3
Micronas Semiconductor Holding AG: Ergebnis Q3
Sulzer AG: Bestellungseingang 9 Mte
CH/BFS: Detailhandelsumsätze August
17.10. BioXell S.p.A.: R&D Day 2007
18.10. Nestlé SA: MK zu Umsatz 9 Mte
Novartis AG: Ergebnis Q3
Syngenta AG: Ergebnis 9 Mte
Synthes Inc: Ergebnis 9 Mte
Actelion Ltd: Ergebnis 9 Mte
Inficon Holding AG: Ergebnis Q3
Logitech international S.A.: Ergebnis Q2
CH/EZV: Aussenhandel September
CH/FHS: Uhrenexporte September
Julius Bär: MK zu 'Ausblick auf die globalen Finanzmärkte etc.'
BAK Basel Economics Prognose-Tagung
Jahres-MK VSKB (Verband Schweiz. Kantonalbanken)
CH/CS: ZEW-Indikator Oktober
19.10. Kein Eintrag
20.10. Lenzerheide Bergbahnen AG: GV
22.10. Austriamicrosystems AG: Ergebnis Q3
Conzzeta Holding: Herbstgespräch für Analysten und Medien
Kühne + Nagel International AG: Ergebnis 9 Mte
Sulzer AG: Capital Market Day
23.10. Lonza Group AG: Business Update Q3
Bellevue Group AG: Ergebnis Q3
Hiestand Holding AG: Umsatz Q3
Kaba Holding AG: GV
Mikron Holding AG: Umsatz 9 Mte
OC Oerlikon Corporation AG: Ergebnis 9 Mte
SEZ Holding AG: Ergebnis Q3
24.10. Zürcher Kantonalbank: Presselunch mit neuem CEO Martin Scholl
25.10. ABB Ltd: Ergebnis Q3
BB Biotech AG: Ergebnis Q3
BB Medtech AG: Ergebnis Q3
Bucher Industries AG: Umsatz Q3
Cytos Biotechnology AG: Ergebnis Q3
Schweizerhall Holding AG: Ergebnis Q3
SNB/Rede Philipp Hildebrand vor Handels- und Industrieverein Kanton Bern
26.10. Quadrant AG: Ergebnis Q3
Schweizerische Nationalbank SNB: Ergebnis 9 Mte
Siegfried Holding AG: Umsatz 9 Mte
Swissquote Group Holding SA: Ergebnis 9M
CH/BFS: Produzenten- und Importpreisindex September
29.10. Kein Eintrag
30.10. Nobel Biocare Holding AG: Ergebnis Q3
UBS AG: Ergebnis Q3
Crealogix Holding AG: GV
Feintool International Holding: Umsatz 2006/07
CH/Seco: Prognosen für Schweizer Tourismus (prov.)
CH/UBS-Konsumindikator September
IIR-Jahreskongress Immobilienmarkt Schweiz
31.10. TDC Switzerland AG (ehem. Diax / Sunrise): Ergebnis Q3
Temenos Group AG: Ergebnis Q3
CH/KOF: Konjunkturbarometer Oktober
01.11. Credit Suisse Group: Ergebnis Q3
Panalpina Welttransport (Holding) AG: Ergebnis 9 Mte
CH/PMI Oktober
SNB/Rede Thomas Jordan 'La politique monétaire dans un climat
d'incertitude accrue'
02.11. Adecco S.A.: Ergebnis Q3
Phoenix Mecano AG: Ergebnis Q3
Schaffner Holding AG: Umsatz / Auftragseingang 2006/07
Straumann Holding AG: Ergebnis 9 Mte/Q3
CH/BFS: Landesindex der Konsumentenpreise Oktober
06.11. Bâloise-Holding: Investors Day
Ciba Spezialitätenchemie Holding AG: Ergebnis Q3
Swiss Re: Ergebnis Q3
Barry Callebaut AG: BMK 2006/07
Eichhof Holding AG: Ergebnis 2006/07
Geberit AG: Ergebnis Q3
Lem Holding SA: Ergebnis H1 2007/08
Luzerner Kantonalbank: Ergebnis Q3
Pargesa Holding SA: Ergebnis Q3
Schulthess Group AG: Ergebnis Q3
17. Finance Forum (inkl. 7.11.)
07.11. Clariant AG: Ergebnis Q3
Holcim Ltd: Ergebnis Q3
Swisscom AG: Ergebnis Q3
Creinvest AG: ao GV zu Aktienrückkauf etc.
CH/KOF: Konjunkturumfragen vom Oktober
08.11. Compagnie financière Tradition: Umsatz 9 Mte
Ypsomed Holding AG: MK H1 2007/08
CH/Seco: Arbeitslosenzahlen Oktober
09.11. Also Holding AG: Ergebnis Q3
Sika AG: Ergebnis Q3
Swissmetal: Ergebnis 9 Mte
CH/Seco: Konsumentenstimmung Oktober
12.11. Oridion Systems Ltd: Ergebnis Q3
13.11. Banque Cantonale Vaudoise: Ergebnis 9 Mte
Huber+Suhner AG: Umsatz/Auftragseingang 9 Mte
Kuoni Reisen Holding AG: Ergebnis 9 Mte
Sonova Holding AG: Ergebnis H1 (per 30.9.)
Tornos Holding AG: Ergebnis Q3
Unilabs SA: Ergebnis Q1
SNB: Eidgenössische Anleihe - Ankündigung
14.11. Burckhardt Compression Holding Ltd: Ergebnis H1
Speedel Holding AG: Ergebnis Q3
SNB: Eidgenössische Anleihe - Ergebnis
15.11. Zurich Financial Services (ZFS): Ergebnis Q3
Komax Holding AG: Medien-, Analysten und Investorentag
CH/CS: ZEW-Indikator November
16.11. Compagnie Financière Richemont AG: Ergebnis H1
Carlo Gavazzi Holding AG: Ergebnis H1
StarragHeckert Holding AG: Ergebnis Q3
20.11. CH/EZV: Aussenhandel Oktober
CH/FHS: Uhrenexporte Oktober
21.11. Swiss Equity: Real Estate Day
22.11. PSP Swiss Property AG: Ergebnis Q3
SHL TeleMedicine Ltd.: Ergebnis Q3
Züblin Immobilien Holding AG: Ergebnis H1
CH/BFS: Beschäftigungsbarometer Q3
27.11. Feintool International Holding: BMK 2006/07
New Venturetec AG: GV
CH/UBS-Konsumindikator Oktober
28.11. SNB/Rede Jean-Pierre Roth 'Politique monétaire et stabilité des prix:
expériences avec la stratégie actuelle'
CH/KOF: Konjunkturbarometer November
29.11. Barry Callebaut AG: GV
Unilabs SA: GV
30.11. Dufry AG: Ergebnis Q3
Ascom Holding AG: Media & Investor Day
CH/BFS: Landesindex der Konsumentenpreise November
CH/Seco: BIP Q3
03.12. CH/PMI November
04.12. Swiss Life Holding: Investors' Day 2007
Eichhof Holding AG: BMK 2006/07
05.12. Bobst Group SA: Media + Analyst Day
06.12. Esmertec AG : Technology Day
Schaffner Holding AG: Ergebnis 2006/07
CH/Seco: Arbeitslosenzahlen November
07.12. CH/BEC: Business Economists' Consensus
11.12. Swiss Re: Investors' Day 2007
Centralschweizerische Kraftwerke: BMK 2006/07
SNB: Eidgenössische Anleihe - Ankündigung
12.12. Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg AG: BMK 2006/07
CH/CS: ZEW-Indikator Dezember
SNB: Eidgenössische Anleihe - Ergebnis
13.12. SNB: Geldpolitische Lagebeurteilung mit MK
20.12. CH/EZV: Aussenhandel November
CH/FHS: Uhrenexporte November
28.12. CH/UBS-Konsumindikator November
CH/KOF: Konjunkturbarometer Dezember
Sonntag, 30. September 2007
Nicht vergessen!
Samstag, 8. September 2007
Geduld ist eine der wichtigsten Tugenden
Ich sehe im Moment keine wirkliche Alternative zum Aktienmarkt. Zudem sind im nächsten Jahr US-Präsidentschaftswahlen. Nach dem Präsidentschaftszyklus zu urteilen, sollte auch das ein gutes Jahr für die Börsen werden. Das wissen auch viele andere Anleger, gerade in den USA. Diese beiden Punkte werden meines Erachtens die Märkte weiter antreiben, oder zumindest nach unten absichern, selbst wenn sich die Wirtschaft abschwächen sollte.
Das große „Nur!“
Nur, es gibt zwei klitzekleine Probleme, die mich dabei umtreiben:
- Kommt es vorher noch zu einem weiteren starken Kursrückgang oder sogar einem Crash? (sprich einem Kursrückgang von 10-20 % innerhalb kurzer Zeit)?
- Kann es sein, dass die Kurse vorher bis zum Jahresende also bis Ende November eher seitwärts laufen und somit „langsam“ eine schwächere Wirtschaft einpreisen?
Und das kann ich im Moment nicht beurteilen, weil mir eine wesentliche Information NICHT zur Verfügung steht: Die Information, wie groß die Gefahren der Kreditmarktkrise „wirklich“ sind. Ein Problem, mit dem sich viele Analysten, selbst Banken herumschlagen. Und genau diese Unsicherheit macht mich im Moment sehr, sehr vorsichtig. Ich mag es gar nicht, wenn ich nicht beurteilen kann, was gespielt wird. Ich habe gelernt, in Phasen, in denen ich in wesentliche kursbestimmende Faktoren keinen Einblick habe, einfach meine Finger ruhig zu halten. Geduld ist vielleicht eine der wichtigsten Tugenden, die einen erfolgreichen Trader von einem erfolglosen unterscheidet. Geduld und die Fähigkeit, zu wissen und ganz besonders auch „zuzugeben“, wenn man gerade unsicher ist, oder nicht weiß, was gespielt wird.
Es kann sein, dass das Thema Kreditmarktkrise dramatisch aufgeputscht ist und sich schnell in den bekannt nebulösen Rauch der Börsennachrichten auflöst. Ebenso kann es sein, dass die Folgen doch die Märkte noch weiter beschäftigen und die wirklich schlechten Nachrichten erst kommen. Wenn einige so tun, als wüssten sie schon jetzt genau, was los sei, lassen Sie sich nicht davon beeindrucken. Es ist immer einfach etwas zu behaupten. Man hat dann eine 50:50 Chance, richtig zu liegen. Mut zur Ehrlichkeit ist hier gefragt.
Also bleiben nur die Charts, die hoffentlich auch dieses Mal rechtzeitig ankündigen oder zumindest zu erkennen geben, wohin die Reise gehen wird. Und also sitze ich hier, vor meinen Monitoren und warte auf Zeichen...
Mittwoch, 29. August 2007
Auswirkungen der Subprime-Krise - oder nicht?
Über Jahre hinweg haben wahre Heerscharen von Volkswirten, Analysten und Kommentatoren darauf verwiesen, wie segensreich die Preisentwicklung am US-Häusermarkt für die Konjunktur sei.
Diese Aussage war richtig. Kurz gefasst: Die Aufwärtsspirale der Wertsteigerungen der Immobilien konnten von den Hauseignern beliehen und in den Konsum umgeleitet werden. Und mit ihrem (mittlerweile geplatzten) System der Kreditvergabe nach dem Gießkannenprinzip versuchten die Banken, dieses vermeintliche konjunkturelle Perpetuum mobile so lange wie möglich am Laufen zu halten.
Nein. Das ist es nicht, was mich ins Staunen versetzt. Menschliche Irrtümer, falsche Einschätzungen und Fahlverhalten sind nichts, worüber man sich wundern sollte.
Was mich wirklich zum Kopfschütteln bringt, ist Folgendes: Die gleichen Volkswirte, Analysten und Kommentatoren, die uns zuvor gebetsmühlenartig gepredigt haben, wie positiv die permanenten Hauspreissteigerungen für Arbeitsmarkt, Konjunktur und Verbrauch seien, lassen uns nun ohne jedes Erröten wissen, dass es für die Wirtschaft, den privaten Verbrauch und die Börse völlig belanglos sei, wenn der Immobilienboom zu Ende geht.
Und noch erstaunlicher ist es, dass es offensichtlich massenweise Anleger gibt, die diesen Widerspruch nicht erkennen können und lieber am Denken der „fetten Jahre" festhalten.
Diese „fetten Jahre" aber sind mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbei. Die gestern veröffentlichten Daten vom US-Immobilienmarkt sprechen für sich: Die Verkäufe bestehender Eigenheime fielen so hoch aus wie seit 1991 nicht mehr, während der Preisrückgang der Immobilien stärker war als jemals zuvor seit 1987. Die Kreditkrise schwappt nun auch auf das Kreditkartengeschäft über.
Sonntag, 19. August 2007
Die Verluderung der Bankbranche
Sanktionen gegen Ex-Chef der ZKB
Hans Vögeli wird bereits 2008 und nicht wie vorgesehen 2010 ordentlich pensioniert. Vögeli musste Ende Mai den Hut nehmen. Er hatte gesagt, der grosse Kunde Sulzer werde nicht «angerührt», man werde sich aus einer Übernahmeattacke gegen den Winterthurer Konzern heraushalten, was dann doch nicht geschehen ist. Ferner hat Vögeli über ein privates Konto bei der Bank Vontobel Sulzer-Optionen gehandelt und sich bereichert. Für die EBK war Vögelis Handeln «gravierend».
Vögeli ist ein Mann mit zwei Gesichtern, hat er doch vor einigen Jahren einen Kundenbrief verschickt, in dem er die Verluderung der ethischen Standards in der Bankenbranche scharf geisselte und mit dem Finger auf die Geldgier anderer Banker zeigte. Vögeli war, wie jetzt bekannt wird, privat einer der grössten Aktienhändler auf der Bank. Bisher kam Vögeli seitens der ZKB ungeschoren davon. Das hat sich nun geändert. Man hat abklären lassen, wie man Vögelis Fehlverhalten, das der Staatsbank einen grossen Reputationsschaden zugefügt hat, sanktionieren kann. Weder Mitarbeiter, Kunden noch die Eigentümer (der Zürcher Kantonsrat) würden verstehen, wenn Vögeli das Maximum für sich aus der Firmenkasse herausholen könnte.
Quelle: NZZ-Online
Saludo Oekonom
macht was draus, aber machets guet...
Freitag, 10. August 2007
Final Sell-Off?
Auch beim SMI zeit der Pre-Market "nur" ein Einbruch bis 8680 an, was kein neuer Tiefststand wäre. Ob der DAX sich im Seitwärtstrend bis kurz unter die 7400 halten kann, sehen wir auch heute.
Bleibt es auch trotz Asien bei diesem Bild, wären es nochmals gute Einstiegschancen, die man kaufen müsste. Beim SMI würde sich sogar eine SKS-Formation ausbilden... Daumen drücken!
Mittwoch, 8. August 2007
Überschätzung
Ich kann es schon gar nicht mehr hören. Da hoffen einige Marktteilnehmer, dass ihre hausgemachten Sub-Slime Probleme von der Fed, der Regierung oder vom lieben Gott gelöst werden. Man fragt den Minister aus und erhofft sich, dass ER (ausgerechnet er!) wisse, wie schlimm die Krise im Sub-Slime ist, obwohl er nicht mal einschätzen kann, um was es wirklich geht.
Wenn man schon nicht weiss, was geht und was nicht, dann hält man sich am besten NICHT an die Meinungen ein paar weniger Menschen in politisch gefärbten Positionen, sondern an die Fakten!
Dazu passt wunderbar der heutige dilbert.com:
Where the big boys play
Die Strategie kann deshalb nur heissen: Konzentration auf die Grossen - auch in den USA. Ob YPSN oder VALN wirklich gross auftrumpfen können, wie es sich momentan andeutet, ist zu vage. Ich spiele lieber mit den grossen Jungs, als das volatile Geplänkel beim Kindergarten mitzumachen.
Dienstag, 7. August 2007
Das FED hat gesprochen...
Ich denke, die Entscheidungsträger werden zu differenzieren wissen und die Märkte werden sich mit der Situation lösungsorientiert auseinandersetzen. Immerhin hat das FED das Pulver heute noch nicht verschossen...
Grüsse Oekonom
macht was draus, aber machets guet...
Heute abend in
Grüsse Oekonom
macht was draus, aber machets guet...
Sonntag, 5. August 2007
Subprime mortages: um was geht es überhaupt
"subprime mortages" steht für den Markt mit minderklassigen Hypotheken.
Der amerikanische Hypothekenmarkt zerfällt in drei Segmente, nämlich den Premium-Markt, der (noch) intakt ist, den Subprime-Bereich, der Hypotheken an Haushalte mit minderer Kreditwürdigkeit vergibt, sowie einen grauen Markt dazwischen mit innovativen Produkten, wie etwa den sogenannten Alt-A-Hypotheken, für die sich Schuldner mit ordentlicher, aber nicht ganz erstklassiger Bonität qualifizieren können. Subprime-Darlehen sind in den USA seit Jahren bekannt, ursprünglich vorab in Kalifornien und Florida. Sie machten jedoch jeweils nur wenige Prozente des Gesamtmarktes aus. Dies hat sich im Zuge der Immobilien-Hausse der letzten Jahre geändert; im vergangenen Jahr war ein Fünftel aller Neuhypotheken dem Subprime-Bereich zuzuordnen. Nach Angaben der Mortgage Bankers Association sind derzeit rund 7,5 Mio. Ersthypotheken der Subprime-Klasse ausstehend, was einem Anteil von 14% am Gesamtbestand an Ersthypotheken entspricht. Weitere 8% bis 10% entfallen auf Alt-A-Hypotheken und ähnliche Instrumente.
Vor dem Hintergrund der Mitte 2005 eingekehrten Flaute am Häusermarkt entpuppte sich die Kreditvergabe im Subprime-Sektor im vergangenen Jahr als besonders aggressiv. Manche Marktteilnehmer lockerten ihre bereits laxen Standards, um das Geschäft am Leben zu erhalten. Dies rächt sich jetzt. Im vergangenen Jahr, per Ende des ersten Quartals 2007, sind die Häuserpreise in den USA nicht mehr gestiegen, sondern im Durchschnitt sogar um 1,4% gefallen. Viele wichtige Regionen sind von sinkenden Immobilienpreisen betroffen. Folglich sind die während Jahren so beliebten Refinanzierungen nicht mehr möglich, und viele Hauseigentümer können sich die monatlichen Zahlungen nicht mehr leisten, die als Folge von Zinsanpassungen zum Teil massiv steigen. Rund zwei Drittel der Subprime-Hypotheken oder 9% des Gesamtbestands sind sogenannte «adjustable rate mortgages» (ARM). Sie werden oft zu billigen Sätzen («teaser rates» oder «honeymoon rates») angeboten; nach einer gewissen Zeit werden die Zinssätze nach oben angepasst, teilweise massiv. Die Zwangsvollstreckungen bei ARM-Hypotheken liegen derzeit bei etwa 12%.
Subprime-Hypotheken, wenn sie einmal «hochgefahren» sind, werfen naturgemäss höhere Renditen ab als Premium-Produkte. Dies erklärt auch das rege Interesse der Investmentbanken, diese Kredite zu bündeln und als «Collateralized debt obligations» (CDO) an Investoren weiterzuverkaufen. Dieser Markt hat in den letzten Jahren einen ungeahnten Aufschwung genommen. Der enorme Appetit von Hedge-Funds und anderen Investoren auf solche Papiere hat mit dazu beigetragen, dass die Neuvergabe von riskanten Hypotheken zusätzlich durch eine Lockerung der Underwriting-Standards forciert wurde. Die ursprünglichen Kreditgeber behalten normalerweise nur einen kleinen Teil der Hypotheken selbst und geben den Grossteil weiter, meist an die Banken und Investmenthäuser, von denen sie finanziert werden. Es gibt allerdings Rückkaufklauseln, wenn die Bonds nicht die gewünschte Performance bringen. Dies hat manche Subprime-Institute in grosse Schwierigkeiten gebracht.
Wer ist schuld an der Misere? Manche, unter ihnen viele Kongressabgeordnete, die neue Gesetze einführen wollen, werfen der Hypotheken-Branche aggressives und unseriöses Vorgehen in der Kreditvergabe und den Behörden mangelnde Aufsicht vor. Andere kritisieren die Naivität und Ignoranz der Konsumenten sowie die Habgier der Wall-Street-Häuser und der Hedge-Funds, die fette Kommissionen verdienten bzw. nicht genug von den Hypotheken-Bonds in den Rachen bekommen konnten. Unter Beschuss gekommen sind auch die Rating-Agenturen, die unrealistische Bewertungen für die Bonds abgaben und erst in jüngster Zeit überhaupt auf die Krise reagierten. Die Mortgage Bankers Association ist gegen strengere Regulierungen oder neue Gesetze, weil damit die weniger begüterten Bevölkerungsschichten vom Traum des Eigenheims ausgeschlossen würden. Auch das Federal Reserve Board zeigt sich zurückhaltend mit neuen Regeln und möchte sich lieber auf die «korrektiven Marktkräfte» verlassen. Einig sind sich die meisten Beobachter darin, dass die Krise noch eine ganze Weile andauern und die Zahl der notleidenden Hypotheken steigen wird, zumal wenn die Häuserpreise weiter sinken sollten. Die Rating-Agentur Moody's schätzt das Potenzial der risikobehafteten Hypotheken auf 1,4 Bio. $.
Die Kernschmelze der beiden Hedgefonds von Bear Stearns hat es gezeigt: Das systemische Risiko liegt nicht in faulen Hypotheken, sondern in der Spekulation mit solchen über CDOs bei gleichzeitigem Einsatz von hohen Hebeln. Bis zu 20 Milliarden USD hat Bear Stearns mit seinen zwei Hedgefonds vernichtet. Entsprechend hat Standard & Poor’s zahlreiche CDOs abgewertet. Das Problem: Wenn in einem grossen aber durch externe Schocks relativ leicht auszuhebelnden Markt die Liquidität, d.h. die Nachfrage, plötzlich zum Erliegen kommt und alle durch dieselbe schmale Tür den Raum verlassen wollen, kann es zum Super-Gau kommen. Eine Kreditklemme in Folge gestiegener Risikoaufschläge mit negativen Auswirkungen auf die Aktien- und Rohstoffmärkte ist aus derzeitiger unwahrscheinlich, da das weltweite Finanzsystem widerstandsfähiger als noch zu LTCM-Zeiten ist. Hinzu kommt, dass die fundamentale Lage heute besser ist als zur „Savings-and-Loans“-Krise zwischen 1987 und 1992.
Schwer abzuschätzen ist daher, wie lange die Krise auf dem amerikanischen Immobilienmarkt dauern wird und ob sie die Weltkonjunktur in ernsthafte Schwierigkeiten bringen könnte. Selbst Fed-Chef Ben Bernanke hat sich zuletzt nur zu einem "es könnte noch etwas Zeit brauchen, bis Besserung eintritt" hinreissen lassen. Allerdings steht Bernanke Gewehr bei Fuss - auch wenn es die Dollarbullen nicht hören wollen -, um im Fall einer sich zuspitzenden Krise den Geldhahn aufzudrehen und die US-Wirtschaft zu schützen. Das ist das Ass im Ärmel der Weltkonjunktur.
Diskussion zum Thema im Forum zum Börsenblog...
Grüsse Oekonom
macht was draus, aber machets guet...
Samstag, 28. Juli 2007
Wünsche, Überlegungen und Statistik
Mit dem selben Elementen kann man auch positiv eingestimmt sein, denn die Risiken verteilen sich ja gerade eben auf so viele Schultern. Die Auswirkungen für den einzelnen müsste also klein sein. Nur: Wer weiss schon, wie sie verschachtelt sind und welche Hebelwirkung dahinter steckt?
Solange sich die Finanzhäuser nicht mit konkreten Zahlen zu ihren Risiken an die Öffentlichkeit wagen, schwebt das Damoklesschwert über der Branche. Diese Ängste müssen zuerst beseitigt werden oder durch massiv gute Rahmenbedingungen abgelöst werden. Man traut dem Braten einfach nicht. Deshalb ist es für mich v.a. in den USA noch nicht ausgestanden.
Wieso ich mir die Korrektur noch etwas länger wünsche hat auch mit den hohen Indikatorenstände in den mittel/längerfristigen Charts zu tun. Die Motoren laufen so heiss, dass eine Abkühlung gut tun würde - und uns wieder viele interessante Einstiegspunkte bescheren würde.
Dass es gerade beim DJIA noch etwas Luft nach unten hat, zeigt der folgende Chart [w]. Schaut euch mal die Bewegungen bei den Korrkturen an. Bevor es wieder aufwärts gehen konnte, mussten die Indikatoren deutlich nach unten kommen - was oft recht schnell ging. Der Kurs selbst küsste jeweils - wenn auch oft nur kurz - den unteren Rand des Bollinger Bandes. Und nun schaut euch die Ausgangslage heute an...!

All jene, die in den vergangenen Wochen in den Ferien waren und jetzt zurück kommen (oder erst noch zurück kommen werden) sehen auf ihren Depotauszug und dann auf die Charts. "Himmel, was ist passier?" Wie üblich wird überreagiert und gleich am Montag verkauft...
Natürlich ist das keine Regel, aber wenn sich die Situation weiter in diesen Sphären hochschraubt, wird die Korrektur immer stärker ausfallen. Da ist mir ein grösserer Verschnaufer jetzt lieber als ein K.O.-Schlag später.
Beim SMI sieht die Lage fortgeschrittener aus (siehe Chart [w]). Verpulvert euer Geld aber noch nicht zu früh (kann ich bei mir auf meiner Fehler-Liste auch finden). Überall hört man Beschwichtigungsversuche, man soll sich rational verhalten und solche Dinge. Es braucht noch etwas mehr Pessimismus...!
Wer sich nicht so sicher ist mit dem "bottom-fishing" kann das Differenz-Histogramm beim MACD betrachten. Wird der Abstand wieder kleinen, können grössere Engagement wieder in Betracht gezogen werden (sagen wir ihm: "Signal M"). Man verpasst dann wohl ein paar Prozentpunkte (die kann man ja dennoch "spielen", einfach mit geringerem Einsatz), dafür ist das Risiko minimiert worden. Hier eine Auswertung dieses Signals. Soviel vorab: Es ist selten das erste Signal das richtige...!
Meine Auswertung basierend NUR auf dem daily MACD:
Sept 03: Divergenzen bei den MACD Histogrammwerten, sonst recht überraschend
Signal M am 1. Okt zu -42, Tiefstkurs einen Tag zuvor. Kurs am unteren BB, MACD bei -23
März 04: Divergenz seit Feb 04, Zusammenbruch im März 04.
- Signal M1 am 17. März zu -34, Kurs am unteren BB, MACD bei -25 (Fehlsignal)
- Signal M2 am 19. März zu -32, Kurs am unteren BB, MACD bei -41 (Fehlsignal)
- Signal M3 am 23. März zu -38, Kurs am unteren BB, MACD bei -67 (danach Börsenschwäche bis Nov 04)
Aug 05: (Kurzkorrektur)
Signal M am 30. August zu -33, Tiefstkurs einen Tag zuvor, Kurs unterhalb unterem BB, MACD bei -6
Mai/Juni 06: Lange Divergenz seit Anfang Jahr.
Signal M1 am 23. Mai zu -64, Kurs am unteren BB, MACD bei -122! (Fehlsignal)
Signal M2 am 15. Juni zu -31, Tiefstkurs zwei Tage zuvor, Kurs am unteren BB, MACD bei -152
Nov/Dez 06: Divergenz seit Oktober.
Signal M1 am 29. Nov zu -42, Kurs am unteren BB, MACD bei -9 (Fehlsignal)
Signal M2 am 4. Dez zu -45, Kurs am unteren BB, MACD bei -43
Feb/März 07: Schwache Entwicklung, fast Divergenz
Signal M1 am 6. März zu -78, Kurs am unteren BB, MACD bei -95 (Fehlsignal)
Signal M2 am 15. März zu -31, Kurs im unteren BB, MACD bei -107
Heute: Schwache Kursentwicklung seit April
Signal M1 am 11. Juni zu -35, Kurs am unteren BB, MACD bei -26 (Fehlsignal)
Signal M2 am 28. Juni zu -27, Kurs im unteren BB, MACD bei -61 (Fehlsignal)
Signal M3 am ??? Aktuell zu -52, Kurs unter unterem BB, MACD bei -108
Erkenntnis:
1) Wir sind schon am dritten "Signal M". Bisher gab es noch nie mehr als 2 Fehlsignale. Dafür eine längere Schwächephase...
2) Der MACD wäre bereits auf einem Niveau, wo es wieder aufwärts gehen kann
3) Es gab keinen Rebound, ohne dass der Wert des Histogramms nicht mindestens -30 gewesen wäre, das ist heute gegeben.
4) Es braucht oft mehrere Anläufe, bis der Kurs wieder auf die Beine kam. Hier ist das gegeben.
5) Der MACD muss richtig tief im Minus sein. Hier ebenfalls gegeben.
Fazit: Für den SMI sieht es gut aus in nächster Zeit - v.a. im Vergleich zum DJIA...!
Und noch ein Tipp: Spielt einmal die letzten Korrekturen nochmals nach. Lässt den Chart sowei zurück fahren, bis die Korrektur kurz bevor steht und geht dann Schritt für Schritt einen Tag bzw. eine Woche vorwärts. Überlegt euch, wann ihr wieder einsteigen würdet und überprüft das Verhalten. Na, Treffer?
Mittwoch, 25. Juli 2007
Szenario by Alfons Cortés
Ich weiss nicht, ob demnächst ein Unfall eintritt oder nicht [...]. Sollte ein heftiger Rückschlag eintreten, wäre es falsch, ihn zum Anlass zu nehmen, defensiv zu werden. Wenn die Geschichte eine Anleitung zu richtigem Verhalten gibt, müssen jetzt und nach einem allfälligen Kursschock dieselbe zyklischen Sektoren bevorzugt werden. Dass sich aus der heutigen Grundverfassung der US-Börse eine nachhaltige Baisse entwickelt, ist - wiederum unter Bezugnahme auf die Börsengeschichte - höchst unwahrscheinlich.
Sein Szenario ist kurzfristig sicher nicht super-bullish...
Montag, 2. Juli 2007
Freitag, 29. Juni 2007
Die Sache mit dem Trend...
An dieser Stelle ist es notwendig, mit einem uralten Vorurteil aufzuräumen:
- Antizyklisches Vorgehen an der Börse bedeutet nicht, dass man sich dabei stets gegen einen gerade vorherrschenden Trend stellt. Dass dies nicht besonders erfolgreich sein kann, liegt auf der Hand.
- Die Kunst besteht vielmehr darin, neue Trends so früh wie möglich zu erkennen und sich dann entsprechend zu positionieren. Auch antizyklisch agierende Investoren wissen nämlich, dass sie nur dann Gewinne machen werden, wenn ihre Aktien von der großen Masse der Investoren entdeckt werden. Es leuchtet ein, dass man an der Börse umso erfolgreicher ist, je früher man solche Entwicklungen aufspürt. Das geht freilich nur, wenn man sich seine eigenen Gedanken macht und genau jene Börsensegmente meidet, die gerade ganz besonders gefragt sind.
Ich halte es daher lieber mit einer anderen kaufmännischen Regel, die da lautet:
Mein Gewinn liegt im billigen Einkauf.
macht was draus, aber machets guet...




