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Freitag, 29. Juni 2007

Die Sache mit dem Trend...

„The trend is your friend“. So lautet eine der bekanntesten Börsianer-Regeln. In der Praxis sieht das dann oft so aus, dass viele Anleger zu Höchstkursen kaufen - und wieder aussteigen, wenn rabenschwarzer Pessimismus herrscht und die Kurse im Keller sind. Dabei sagt doch schon der gesunde Menschenverstand, dass man es eigentlich genau anders herum machen sollte. Ganz so einfach ist die Sache mit dem Trend also nicht.

An dieser Stelle ist es notwendig, mit einem uralten Vorurteil aufzuräumen:
  • Antizyklisches Vorgehen an der Börse bedeutet nicht, dass man sich dabei stets gegen einen gerade vorherrschenden Trend stellt. Dass dies nicht besonders erfolgreich sein kann, liegt auf der Hand.

  • Die Kunst besteht vielmehr darin, neue Trends so früh wie möglich zu erkennen und sich dann entsprechend zu positionieren. Auch antizyklisch agierende Investoren wissen nämlich, dass sie nur dann Gewinne machen werden, wenn ihre Aktien von der großen Masse der Investoren entdeckt werden. Es leuchtet ein, dass man an der Börse umso erfolgreicher ist, je früher man solche Entwicklungen aufspürt. Das geht freilich nur, wenn man sich seine eigenen Gedanken macht und genau jene Börsensegmente meidet, die gerade ganz besonders gefragt sind.

Ich halte es daher lieber mit einer anderen kaufmännischen Regel, die da lautet:

Mein Gewinn liegt im billigen Einkauf.

Grüsse Oekonom

macht was draus, aber machets guet...

Mittwoch, 27. Juni 2007

US-Verbrauchervertrauen - zweimal hingeschaut!

von Axel Retz

Man nehme ein paar monatlich wiederkehrende Wirtschafsdaten und veröffentliche sie. Vor ihrem Auftritt kann man sie ein wenig schick machen, sprich frisieren. Und sie dann einem staunenden Publikum präsentierten. Sagen wir einmal, der veröffentlichte Wert liegt bei 110, während alle Welt einen Wert auf Jöhe des Vormonatsniveaus von nur 100 erwartet hatte.

Das ist toll. Und die Börse mag so etwas und belohnt es umgehend mit steigenden Kursen.

Einen Monat später vermeldet man dann einen erneuten Zuwachs um, sagen wir einmal 5 Prozentpunkte. Und wieder reiben sich die Anleger die Hände. Was sie gerne übersehen ist, dass die Daten des Vormonats in aller Stille auf 95 korrigiert wurden, der Zuwachs von 5 Prozentpunkten also de facto einen seit zwei Monaten andauernden Stillstand ausweist.

Diese unschöne Art der Datenpräsentation (positive neue Daten, Abwärtsrevision der vorherigen) haben die Anleger in den vergangenen Jahren in den USA dermaßen häufig vorgesetzt bekommen, dass sie den Schwindel gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Abgesehen von ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem „Shoppen". Denn hier merkt der Durchschnittsbürger mittlerweile sehr wohl, dass an den offiziellen Teuerungsraten irgend etwas nicht stimmen kann.

In Reaktion (auch) hierauf gaben die gestern veröffentlichten Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen stärker als von den Analysten erwartet nach: Der Index stellte sich im Juni auf 103,90 nach (revidierten) 108,50 im Mai.

Diese Zahl vor allem war es, die dem Dax gestern den Erholungsversuch verhagelte. Denn sinkendes Verbrauchervertrauen = Konsumzurückhaltung = Konjunkturabkühlung. So zumindest die schnelle Rechnung vieler Marktbeobachter.

Wenn Sie sich den Chart einmal genauer anschauen, wird Ihnen jedoch zweierlei auffallen:

  • Seit Anfang 2006 bewegt sich der Index des Verbrauchervertrauens per Saldo seitwärts. Und 2006 notierte er gleich viermal tiefer als jetzt – ohne dass es zu der genannten „Kettenreaktion" kam. Und:
  • Das letzte „Superhoch" des Verbrauchervertrauens fiel genau zusammen mit dem letzten Allzeithoch des Dow Jones Anfang 2000. Und das letzte markante Tief des Verbrauchervertrauens ist ebenso deckungsgleich mit dem Baissetief der Aktienmärkte im März 2003.

Das heißt: Vieles spricht dafür, dass das Verbrauchervertrauen allererst eine Funktion der Aktienmarktkurse ist. Und dass es für die Konjunktur- und Zinserwartung völlig überflüssig ist, jede neue Monatszahl bedeutungsvoll auf die Goldwaage zu legen.

Morgen abend kommen „Daten", die wirklich wichtig sind, nämlich das Statement der Federal Reserve zu ihrer künftigen Politik. Und anders als bei den Daten zum Verbrauchervertrauen werde auch ich dann einmal gespannt vor dem Monitor sitzen.

Dienstag, 26. Juni 2007

Boersen-Forum

Oeki, gratuliere zu dem neuen Börsen-Forum..es ist sehr gut gelungen. Bravo!

Freitag, 22. Juni 2007

Markteinschätzung

Vor einer Woche sah es noch gut aus, und dann kam der Montag... Was bewegt momentan die Börse?
  • Zum einen sind es Befürchtungen zur Inflation. In diese Themenfamilie gehören natürlich die Zinsen und etwas weiter draussen auch die Zinssätze der längerfristigen Anleihen.
    Wenn von irgendwo Inflationsgefahr kommt, dann wohl vom Energiesektor, denn sonst haben die Notenbanker die Situation gut im Griff. Dass sie daher die Zinsen noch ein wenig erhöhen könnten wird meist erwartet.
    Bei den längerfristigen Zinsen sehe ich weiter die Auflösung des 'Conundrums'. Die Renditen waren einfach zu tief und das wird nun geändert - was zudem eine Ausdehnung der Wirtschaft anzeigt. Also nix Schlimmes.
    Fehlt nur noch die Auslastung in den Firmen. Ja, die ist gut, v.a. wenn man in einzelnen Unternehmen von "Volumenbewältigung" spricht. Die globale Konkurrenz wird jedoch verhindern, dass die Margen zu hoch steigen, indem die Preise steigen.
    Fazit: neutral.
  • Dann gibt es immer wieder Probleme mit einigen Hedge Funds, die Geld verlochen und von den Mutterkonzernen mit frischem Kapital aufgeputscht werden müssen. Das tut zwar einigen Banken weh, liegt aber in einer typischen Marktbereinigung.
    Fazit: neutral.
  • Oft höre ich, dass wir bereits am Ende des Marktzyklus angelangt seien und es nur noch abwärts gehen könne. Man spricht bereits von einer abschwächenden Wirtschaft. Der ifo-Index - er misst die Stimmung, nicht die Fakten - hat heute etwas schwächer tendiert als erwartet. Na und? Mit 107 zeigt er noch immer eine Expansion der Wirtschaft an, nur das Tempo (!) scheint (!) sich etwas abzuschwächen. Ist das schlecht? Nein! Mit diesen Wellenbewegungen muss man rechnen. Einigen ist diese temporäre Schwäche auch als 'mid-cycle slowdown' bekannt...
    Fazit: positiv
  • Ja, wir sind momentan in einer Zeit, in der es wenig Zahlen von Unternehmen gibt. Dafür erhalten die Volkswirtschaftszahlen umso mehr Aufmerksamkeit. Jede nur so kleine Veränderung oder Abweichung wird sofort als gefährliches Signal gedeutet. Experten können sich gegenseitige Wortgefechte liefern. Ich sage: die meisten Zahlen zeigen in einer üblichen Variation den weiteren Aufschwung. Lasst euch also nicht zu sehr von den USA (ver)leiten...
    Fazit: neutral
  • Die Halbjahreszahlen sind nur noch eine Woche entfernt, die Märkte nicht überbewertet. Für Überraschungspotenzial ist gesorgt, denn momentan ist für viele das Glas halb leer.
    Fazit: positiv
  • Und dann wären da noch die Commodities, also auch Oel. Hier steuern wir auf eine ungemütliche Zeit zu. Hurricane, welche Anlagen zerstören können, die Driving-Season, welche Sprit frisst, und schliesslich könnten geopolitische Querrelen (Terror-Angst in Deutschland als Abbild, Streiks in Oelländern, Iran und Hamas) den Oelpreis weiter steigen lassen. Nur: Wäre das neu? Haben wir nicht den Preisanstieg von 20 auf 70 Dollar schon gut überstanden? Hier müsste man sich wieder einmal über die Höhe des Oelpreises unterhalten, welcher den Chinesen weh tun würde...
    Fazit: negativ.
Ich komme zum Schluss: Wir sind weder voll bullish noch bearish, sondern irgendwo zwischendrin. Die Chancen für einen steigenden Markt sehe ich wieder ab Juli. Bis dahin wird es weiter volatil bleiben. Cash und ein paar wenige Einzelwerte mit klarer Absicherung sind vorzuziehen. Ab Juli stehen die Chancen wieder besser.


Bin gespannt auf die Diskussion im Forum...

Donnerstag, 21. Juni 2007

Zum Tag

Die Richter des Establishments haben gesprochen. Der totale Zusammenbruch der einst so stolzen SWISSAIR hat nur wirtschaftliche Folgen für jene gehabt, die auf der falschen Seite oder in der falschen Hierarchie gestanden haben. Die Sache ist abgehandelt. Die Volksseele durfte ein paar Tage kochen und – wie könnte es anders sein - schon wendet sich die Öffentlichkeit anderen „events“ zu.

Wir leben in einer sehr kurzlebigen Zeit – the show must go on. Was gestern noch mit eisernem Besen vom Podest gefegt wurde, kann schon morgen wieder, in wundervollem Glanz, zuoberst stehen. Unsere Gesellschaft verfügt nicht mehr über die Vitalität, solche Blitzwendungen um 180 Grad kritisch zu hinterfragen.

Die Zürcher Kantonalbank war vorgestern noch ein Thema, gestern waren es die gierigen ZKB-Händler, die unter dem Segen der Staatsbank gewaltige Reibachs durchziehen durften. Ebenso ex-CEO Vögeli. - Heute beschäftigt es noch einige Gemüter, weshalb der erfolgreiche CASH per 28.06.2007 sein Leben zugunsten des DAILY CASH aushauchen darf. Nutzlose Fragen, denn das Establishment lässt sich nicht in die Karten gucken und wer es dennoch tut, wird diszipliniert, was immer dies in letzter Konsequenz auch heissen mag.

Die grassierende Überheblichkeit der heutigen Gesellschaft wird sehr treffend von Mulla Nasrudin im Kapitel „Die Lebensschule“, N. Hodscha, München 1993, beschrieben:
„Mulla Nasrudin pflegte bisweilen Menschen in seinem Boot auf die Ausflüge mit-zunehmen. Eines Tages liess sich ein berühmter Sprachforscher von ihm über den Fluss setzen. An Bord fragte der Gelehrte, ob die Überfahrt wohl stürmisch wer-den würde. „Kann ich nie nicht genau sagen.“ „Guter Mann, welch primitive Sprache. Hast du denn nie Grammatik gelernt?“ „Nein“, sagte Mulla. Etwa in der Mit-te des grossen Flusses kam starker Wind auf, und das kleine Boot füllte sich mit Wasser. Nasrudin beugte sich zu seinem Fahrgast hinunter: „Haben Sie jemals schwimmen gelernt?“ „Nein“, sagte der Gelehrte. „Dann haben Sie Ihr ganzes Leben nutzlos vertan. Wir sinken.“

Die Klimakonferenz in Rostock war eine gut inszenierte Zusammenrottung palavernder Paviane und eine Superplattform für die professionellen Chaoten, die es verstanden hatten, Tausende von Sicherheitskräften zu blockieren, die anderswo weit besser hätten eingesetzt werden können.

Macht es viel Sinn zu fragen, wie und welche „Sommerlöcher“ die Massenmedien für uns bereit halten? „Fetter Spatz erstickt an einem zu grossen Wurm“ - Vogelschützer sind gesucht, so etwas darf nicht passieren, Verbote müssen her...

Quelle: wirtschaftsinfo

Dienstag, 19. Juni 2007

Gewinn mit Langsamkeit

Leute, es wird Sommer!
Kolumne 08.06.2007, Bilanz

__ Wenn wir in der heutigen, nervösen Welt richtig Erfolg haben wollen, sollten wir uns wie in früheren Zeiten jeden Morgen die Zähne putzen, dann in den Spiegel schauen und zu uns selber sagen: Heute gehe ich raus und schaue so wenig wie möglich auf einen Bildschirm. Ich kümmere mich zum Beispiel kein bisschen darum, wie meine Aktien stehen.

Den nötigen Spielraum haben wir. Klar, wenn wir Aktienhändler von Beruf sind, müssen wir das nervöse Auf und Ab der Kurse zwangsweise mitverfolgen. Alle andern aber müssen nicht. Und: Alle andern sollten dies auch nicht tun. Denn es ergibt absolut keinen Sinn, wenn wir jeden Moment auf unseren Bildschirmen kontrollieren wollen, ob die Kurse gerade nach oben oder nach unten schiessen. Leute, die am Bildschirm in jedem Moment die Zuckungen der Aktienkurse verfolgen, sehen mit 49,9 Prozent Wahrscheinlichkeit ein Abwärts und mit 50,1 Prozent Wahrscheinlichkeit ein Aufwärts ­ so haben das Statistiker über die Jahre ermittelt. Das sind Zufälligkeiten, die uns nicht weiter beschäftigen sollten. Schauen wir nicht hin, verpassen wir überhaupt nichts. Uns «normalen» Menschen genügt die Gewissheit, dass die Chance auf einen Gewinn minimal höher ist als das Verlustrisiko ­ sofern wir nur einen genügend langen Atem haben.

Wir sollten uns übrigens auch davor hüten, nur jede Stunde einmal online den Kurs abzufragen. Sonst sähen wir die Kurse mit 51,3 Prozent Wahrscheinlichkeit steigen und mit 48,7 Prozent Wahrscheinlichkeit fallen. Wir wären damit in 48,7 Prozent der Fälle enttäuscht, was objektiv ein beträchtliches Frustrationspotenzial darstellt. Für optimistische Menschen, wie wir es sein wollen, empfiehlt es sich nicht einmal, am nächsten Morgen in der Zeitung nachzublättern, wie sich unsere Aktien gestern entwickelt haben: Dieser Rhythmus wäre immer noch zu hoch, wären wir doch mit 46 Prozent Wahrscheinlichkeit ernüchtert.

Wer die Kunst der Langsamkeit erlernen will, übt sich darin, nur noch einmal pro Monat auf die Aktienkurse zu gucken. Dann geht es uns bereits etwas besser, wir sind allerdings immer noch mit 33 Prozent Wahrscheinlichkeit frustriert, was für die meisten von uns weiterhin zu viel des Erträglichen sein dürfte. Das nächsthöhere Stadium der Gelassenheit erreichen wir, sobald wir uns getrauen, nur noch einmal im Quartal die Kurse abzufragen. Dann sinkt das Risiko, enttäuscht zu werden, auf 23 Prozent. Schauen wir nur noch ein einziges Mal im Jahr hin, sind wir bei 7 Prozent angelangt. Und so weiter. Irgendwann strebt das statistische Risiko sogar gegen null. Wir dürfen uns einfach nicht nervös machen lassen.

Wir müssen deswegen nicht einmal zum Zen-Buddhismus konvertieren. Es genügt, wenn wir uns einem Schweizer Privatbankier anvertrauen, der wie Konrad Hummler von Wegelin & Co. seinen Kunden bisweilen rät: «Augen zu!»

Diese Lebensweisheit beschränkt sich keineswegs auf den Aktienmarkt. Heute regnet es, morgen scheint die Sonne; und falls morgen die Sonne tatsächlich scheint, steigt die Wahrscheinlichkeit ein klein wenig, dass sie übermorgen immer noch scheint. Ein warmer Winter kündet noch keine Klimakatastrophe an; zwei warme Winter hintereinander zum Glück auch nicht. Jede gute Geschäftsfrau weiss, dass sie sich ihre Launen besser nicht vom zufälligen Tagesumsatz versalzen oder versüssen lässt. Auch TV-Moderatoren tun gut daran, wenn sie nicht stur auf die Quote des Vorabends starren. Zu oft hat ein singuläres Ereignis schon zu falschen Schlüssen verleitet, in jeder Branche, in jeder Beziehung. Selbst die prognostizierte Klimakatastrophe würde erst dann eintreten, wenn wir Menschen so weiterfuhrwerkten wie bisher. Aber das tun wir nicht, sonst wäre die Welt schon mehrmals untergegangen. Bis jetzt haben wir noch immer neue Technologien, intelligentere Maschinen, umweltverträglichere Verfahren erfunden. Aus dieser Einsicht schöpfen wir hoffentlich neuen Mut.

Beginnen wir also nochmals von vorn: Wenn wir in der heutigen, nervösen Welt Erfolg haben wollen, nehmen wir uns eines Morgens nach dem Zähneputzen vor: Heute gehe ich raus, setze mich auf eine Wiese, werde still und schaue dem Gras beim Wachsen zu. Und siehe da: Es wächst.

Quelle: markusschneider.ch

Donnerstag, 14. Juni 2007

Fliegenklatsche



Das ist nicht der Schläger von einem Tennis-Star...

Sie finden hier eine Erläuterung dazu. Man benötigt es um lästige Stinkfliegen zu eliminieren. Ein gutes Teil, welches man auch für einige der Schmeissfliegen-Kindsköpfe aus dem warrant forum anwenden kann. Einfach klatschen und das lästig penetrante Gsurr wäre platt.

Heute müssen sich diese Schmeissfliegen anderswo ihre Wunden zu lecken.

Lesen Sie hier mehr zum Schmeissfliegen Image...

Grüsse Oekonom

macht was draus, aber machets guet...

Freitag, 8. Juni 2007

Was hat die Märkte bewegt?

Nachdem man uns auf den frei zugänglichen Sendern CNBC und N-TV nur noch schwarze Bildschirme präsentiert, muss man sich mit zattoo.com aushelfen. Das reicht aber auch voll und ganz, um die wichtigsten Headlines aufschnappen zu können. Auch hier: nicht zu lange reinschauen, sonst verliert man sich in den Details.

Was hat man uns dort für eine Erklärung für den nervösen Einbruch von dieser Woche präsentiert? Die Zinsängste und dort speziell: die 10-jährigen Treasury Bonds, die in den vergangenen Wochen (!) aufgeholt haben. Schaut man sich die Zinsen dynamisch an, scheint es gar nicht so abwägig, dass die Zinsen steigen müssen. Wir sind noch immer in einem flachen Zustand. Die kurzfristigen Zinsen kommen nicht so schnell runter, also müssen die längerfristigen Zinsen steigen, will man zu einem normalen Zustand kommen.



Gewiss, die Zinsen für die längeren Obligationen ziehen an, was auf eine expandierende Wirtschaft hin deutet. Ist das also schlecht? Ausserdem: Wird damit nicht das oft zitierte "Conundrum" von Alan Greenspan aufgelöst?

Schaut man sich ausserdem den Chart an, müsste man eingestehen, dass Anstieg bei den Zinsen etwas schnell vor sich ging und kurzfristig eine Beruhigung einkehren sollte. Der Anstieg kam ausserdem nicht plötzlich Anfang dieser Woche, sondern seit Mitte Mai - ok, vielleicht etwas schnell, aber war das neu (siehe Grafik)?

Fazit: Das kann es wohl nicht sein. Was steckt also dahinter?


Ein anderes Argument beschäftigte sich mit den Private-Equity-Firmen, die zusehends Schwierigkeiten hätten, neue Übernahmeopfer zu finden. Und wenn diese Buying-Power einmal versiegen würde, fehle es an Geld, um die Kurse zu stimulieren bzw. die Fantasie sei draussen.

Die PE-Menschen haben auch einmal rechnen gelernt - und das relativ gut. Wenn sie also nicht mehr jedem Kalb nachrennen, welches offenbar viel Milch gibt, dann hat das damit zu tun, dass der Preis für sie offenbar zu hoch ist. Das würde grundsätzlich für die PE-Häuser sprechen: Sie lassen sich nicht mehr auf überrissene Spiele ein, sondern kalkulieren kühl, wo es sich lohnt. Doch: Ist der Markt so überbewertet?

Wenn sie zudem im Markt genau dieses Gerücht streuen und es einige mit der Angst zu tun bekommen (der Upmove bei den Zinsen bot möglicherweise eine ideale Opportunität), dann stehen die Chancen gut, dass es zu einem kurzfristigen Sell-Off kommt. Damit fallen viele Aktien plötzlich günstig in die Hände jener, die sie noch so gerne auffangen...

...und heute haben sich einige nicht zwei Mal bitten lassen...


Der dritte Punkt, den ich heute gehört habe, sind die grossen Aktienrückkaufprogramme einiger namhafter Unternehmen (MSFT, PG, GE, XOM). Auch das ist ein gutes Zeichen, denn auf der einen Seite sind die Unternehmen der Meinung, sie können sonst nichts mit dem Geld machen (Investitionen, Mergers). Auf der anderen Seite gibt dies eine willkommene Stütze für den Markt.


Das bringt mich zum vierten Punkt: Volatilität. Wir sind in einer Zeit, in der die Karten neu gemischt werden und wie das eben so geht beim Mischen: Die Volatilität steigt. Da zerren Bullen und Bären am Kurs - ein richtig ungemütliches Hin und Her.


Was heisst das nun für uns? Vier Möglichkeiten:
  1. Wir machen die zeitlich kurzfristigen Bewegungen mit und verbringen den Tag vor dem PC (z.B. mit einem 15min-Chart).
  2. Wir machen einen Schritt zurück und konzentrieren uns auf die wöchentlichen Charts. Kurzfristiges Zappelgehabe lassen wir ruhig über uns ergehen.
  3. Wir bleiben an der Seite und warten.
  4. Wir konzentrieren uns weiter auf Einzelwerte.
Ich wähle Nr 4 - und das ausschliesslich LONG.

Donnerstag, 7. Juni 2007

so könnte es werden..


Ich liebe Chart's, sie sagen so viel über das Marktsentiment aus.
In letzter Zeit habe ich mich vermehrt um die Elliot-Wave Muster und nach wie vor mit den Fibonacci-Retractment's beschäftigt. Es ist eine tolle Materie.
Habe mal den DAX als Beispiel reingestellt. Der Chart verhält sich gleich wie etwa der Nasdaq und viele anderen Index-Chart's. Wir befinden uns in der "5ten Welle". (Die sich nicht näher auskennen: es ist die letze die up geht!)
Es ist auch nicht neu, dass Wellen korrigieren. Nach der "Wellentheorie" sind Korrekturen bis auf das Niveau der vorhergehenden Welle 4 üblich. Wir haben 2 Wellen 4: die 1te bei 7200 ca. , die 2te bei 6600/6500 ca. Wir sind derzeit noch im "Bullischen-Modus" aber wer die Vorzeichen, die schon länger sichtbar sind beachtet, der richtet sich besser sehr bald auf eine längere Reise nach Süden aus!
Habe 1 Monat lange nur sehr kurzfristig kleine "Longplays" gemacht, denn in einem "Seitwärtstrend" wie im SMI seit 27.04. ist Langfristdenken nicht erlaubt.
Fazit: Einige werden länger brauchen um es zu glauben...jedoch die Chancen der nächsten 2-3 Monate liegen auf der PUT-Seite. Es werden sich auch dann hervorragende und einzigartige Einstiegsmöglichkkeiten für den nächsten Up-Move ergeben!
Ich glaube nicht, dass es 1tens anders kommt als man 2tens denkt.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Shanghai und Öl - heute Peanuts, morgen Fallbeil?

Vielleicht rascher als erwartet könnten sich die Gedanken von Ronald Gehrt im Daily-Observer vom 5. Juni bewahrheiten:

Es war vor fünfzehn Jahren immer noch so ... und wenngleich ich es lange nicht mehr selbst überprüfen konnte behaupte ich einfach mal, das sich da nichts verändert hat: Wenn Sie damals unter US-Bürgern fragten ob sie Ihnen Deutschland oder gar dessen Hauptstadt Berlin auf einer Weltkarte zeigen könnten, musste weit mehr als die Hälfte passen.

Wundert es da jemanden, dass die hässlichen Geräusche einstürzenden Mauerwerks in der chinesischen Börsenmauer keinen Widerhall an der Wall Street finden? Wenn derartige Einflüsse von außen kommen, und dann auch noch aus „wie heißt das?“, zuckt der gelassene US-Anleger gelassen mit den Schultern. Mehr noch als in Bayern haben da viele eine entspannte Sicht gegenüber dem Rest der Welt:

„Mir san mir“ ... und wo ist überhaupt Shanghai?

„Mir san mir ... und ein Dollar bleibt ein Dollar“. Man gibt sich nicht nur dickfellig ... man bekommt dort drüben auch viele Dinge einfach nicht mit – weil sie kaum thematisiert werden. Gerade die deutschen Experten in US-Diensten in den USA berichten immer wieder staunend von diesem Phänomen. Für manchen US-Anleger wurde die Globalisierung durch den Bau der großen Eisenbahnlinie zwischen Atlantik und Pazifik erreicht. Sonst brauchen wir nichts, thank you very much.

Das klingt gelästert. Aber drei Jahre Dienst zusammen mit US-Amerikanern in einem Nato-Hauptquartier bringen Erfahrungen mit sich, da würde Ihnen der Hut hochgehen. Und doch ... wir hierzulande verhalten uns langsam ähnlich. Denn der Umgang unserer Börsen mit abrutschenden Aktienkursen in Shanghai scheint mir recht pragmatisch und typisch amerikanisch:

1. haben sich die chinesischen Aktien nach den letzten drei dicken Rücksetzern sowieso gleich wieder erholt und

2. sollten sie es nicht tun, ist es trotzdem nur deren Problem, denn letzten Endes hat die Börse Shanghai für die Weltwirtschaft keine entscheidende Bedeutung.

Faktisch ist China kein Problem, aber Angst ist ansteckend!

Dabei ist beides auch gar nicht mal so verkehrt. Nun haben sicherlich so manche Bank oder mancher Fonds ihre Tentakeln auf diese Börse ausgestreckt und man darf sicher gespannt sein, wer plötzlich rote Ohren bekommt, wenn es weiter bergab ginge. Aber dennoch ist das dann nur indirekt und in verhaltenem Ausmaß.

Denn die einbrechenden Kurse tauchen vor allem dort auf, wo die Chinesen unter sich sind, weil Ausländer diese Bereiche nicht handeln dürfen. Und es geht um Aktien von Unternehmen, deren eventuell daraus entstehende Bedrängnis die chinesische Konjunkturblüte nicht spürbar beschädigen dürften.

Aber ... das sieht mir in China langsam danach aus, als würde sich da die Angst langsam an der Gier vorbeidrängen ... ich weiß nicht recht ... wenn Shanghai in den kommenden zwei Wochen weiter fällt, könnte plötzlich der eine oder andere genauer hinsehen, denn: Angst ist ansteckend!

Es könnte durchaus sein, dass dann manch einer während des Gipfelsturms der amerikanischen und deutschen Aktien doch mal nach unten sieht ... und Schwindelgefühle sind am Aktienmarkt jetzt höchst unpassend, wenn man eigentlich noch ein paar „Tausender“ bezwingen wollte. Vor allem:

Der Weg nach oben ist gut geölt ... für Öl

Was, wenn der US-Anleger diese Angst nicht aus China herüberwehen sieht, sondern sie hautnah spüren darf, wenn er seinen 20-Liter-auf-Hundert-Sparmobil-Zweitwagen betankt?

Alle wissen: Jetzt nahen Urlaubssaison und die Hurrikans. Alle wissen, dass das in den vergangenen Jahren zumindest bis August fast immer noch stärker steigende Öl- und Benzinpreise bedeutete. Jeder weiß, dass das Kostenbelastungen sind, die diesmal ein Ausmaß erreichen können, um die erhoffte Erholung des fußkranken US-Wirtschaftswachstums über den Kostendruck auf die Unternehmen und auf die Portemonnaies der Bürger zu torpedieren. Und jeder tut so, als wäre nichts.

Ölpreise ... kurz vor neuen Jahreshochs?

Aber wie lange noch? Gestern hüpfte der Ölpreis – ob Nordsee-Brent oder US-WTI – mal eben binnen ein paar Stunden wieder ganz nahe an die bisherigen Jahreshochs heran. Die Konsolidierung der Tage zuvor wurde Ruckzuck egalisiert und die Erwartung, dass die kurzfristige Chance auf eine Beruhigung in Nigeria die Kurse konsolidieren würde, ist dahin.

Hier, beim Öl, da sitzen die Gefahren. Das können die Amerikaner nicht ignorieren – bei jetzt schon flotten 3 Dollar 20 für eine Gallone Normalbenzin. Und eigentlich wissen alle, man sollte jetzt noch mal voll tanken, denn bald sind es 3,50 oder mehr. Dumm nur, dass die Tanks in Relation zum Verbrauch halt klein sind ...

Es wäre überraschend, wenn die Aktienmärkte diese faktische Bedrohung des Konsums und der Industrie dauerhaft ignorieren können.

Montag, 4. Juni 2007

Die rosarote Welt der Analytiker

4. Juni 2007, Neue Zürcher Zeitung

90 Prozent Kauf- oder Halte-Empfehlungen für SMI-Werte

Im Jahr 2000 lauteten bis Anfang Oktober von den mehr als 20 000 Empfehlungen für amerikanische Aktien rund 99% der Analytiker-Einstufungen auf «Kaufen» oder «Halten». Die Titel von Enron empfahlen viele Finanzanalytiker beispielsweise ein Jahr später noch, als sie bereits einen grossen Teil ihres Weges von 90 $ auf 50 Cent zurückgelegt hatten. Anleger, die damals nicht selbst über die Börsenlage und die Nützlichkeit von derlei Empfehlungen nachdachten, wurden mit dem einsetzenden Einbruch der New- Economy-Aktien drastisch bestraft.

Nestlé und Credit Suisse als Favoriten
Aus den damaligen Übertreibungen hat die Analytiker-Branche gelernt. Zeugnis davon geben unter anderem die inzwischen selbstauferlegten Verhaltenskodizes. Ein Blick auf die Ratschläge der Experten für die Titel der Unternehmen, die im Swiss-Market-Index (SMI) vertreten sind, zeigt jedoch, dass sich der Markt erneut in einer «Bullen»-Phase befindet und dass die Analytiker wieder ausgesprochen optimistisch für «ihre» Unternehmen sind. 90% der Empfehlungen auf Sicht von zwölf Monaten lauten auf «Kaufen» oder «Halten», nur 10% auf «Verkaufen». Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass Banken tendenziell nur Unternehmen analysieren, die sie vorab für interessant erachten. Das durchschnittliche «Kursziel» liegt gut 5% vom derzeitigen durchschnittlichen Kurs entfernt. Das erstaunt insofern, als viele Research- Häuser eine erwartete Performance von über bzw. unter 10% für ein «Buy»- oder «Sell»- Rating voraussetzen. Jedoch ist dabei anzumerken, dass viele Aktien in den vergangenen Wochen bereits stark gestiegen sind.

Angst vor grossen Fischen?
Die fünf Favoriten der Experten sind Nestlé, Credit Suisse, Nobel Biocare, Roche und Holcim mit teilweise über 80% Kaufempfehlungen. Am wenigsten erwärmen können sie sich hingegen für die Aktien von Ciba, Swisscom, Clariant, Julius Bär und Bâloise. Unter den Top 5 finden sich mit Holcim und Nobel Biocare nur zwei der Performance-Gewinner der vergangenen 52 Wochen. Dagegen rangieren drei der vier Aktien mit der schlechtesten Performance im selben Zeitraum - Synthes (1,9%), Novartis (2,3%), Swisscom (9,7%), Ciba (11,7%) - unter den fünf am schlechtesten bewerteten Unternehmen.

Erstaunliche Divergenzen zwischen den Prognosen und der Jahresrendite in der Vergangenheit tun sich bei Novartis, Roche und Julius Bär auf. Entweder haben sich die Aussichten für diese drei Unternehmen jüngst stark geändert (so sind die Papiere von Julius Bär zuletzt wegen anhaltender Übernahmephantasien stark gestiegen), oder es gibt andere Ursachen dafür. Kritiker meinen beispielsweise, Analytiker legten sich tendenziell mit grossen Unternehmen wie Novartis oder Roche - die derzeit gute Empfehlungen, aber keine gute Performance aufweisen - ungern an, da ihre Arbeitgeber derart grosse (potenzielle) Kunden nicht verprellen wollten. Vielleicht geniessen diese Weltkonzerne im Kopf der Analytiker aber auch einfach eine Art «Sicherer Hafen»-Bonus.

Wie auch immer, manche Beobachter sind ohnehin der Meinung, die Empfehlung «Halten» bedeute eigentlich «Verkaufen». Aus geschäftspolitischen Gründen trauten sich die Analytiker aber oft nicht, auch tatsächlich diesen Ratschlag, der als ein massiver Makel wahrgenommen wird, zu vergeben. Legt man für einen Vergleich der Empfehlungen diese Annahme zugrunde, kommt man für die SMI-Werte auf rund 60% Kauf- und 40% Verkaufsempfehlungen. Dies wäre ohne Zweifel ein plausiblerer Wert.

Freitag, 25. Mai 2007

Marktpsychologie aktuell

Fand den Kommentar der Wegelin-Autoren von heute sehr zutreffend:
[...] Die US-Aktienmärkte stimmt weiterhin zuversichtlich: Die Liquiditätsschwemme wird immer wieder die zweifelsohne vorhandenen Risiken zudecken. Von Euphorie ist an den Märkten nichts zu spüren, vielmehr regiert die Devise „mit der Angst nach oben“, wobei viele Akteure dem Treiben von der Seitenlinie her zuschauen. Ein idealer Nährboden, dass der Aufwärtsdruck hoch bleibt und Störmanöver wie gestern (Entschuldigung für die Gewinnmitnahmen war die gestutzte Zinssenkungsphantasie…) oder heute (Raketen-Schlagzeilen aus Nordamerika) postwendend mit der Öffnung der Liquiditätsschleusen beantwortet werden…

...ich bleibe bei meinen Einzeltiteln...

Donnerstag, 24. Mai 2007

für mich hat die Gefahr zugenommen (USA)

An meinen vorhergehenden Chart's hat mir immer nicht gefallen, dass der Punkt "E" oben eingezeichnet war. Da aber der Ausbruch bzw. die Trendfortsetzung von vorher bei solchen "Figuren" immer gegenüber dem "E" ist, hat es mit der längerfristigen Prognose von 3000 (ja! 3000+)
nicht korrespondiert. Jetzt bin ich mit dieser Version zufrieden.
Schaut euch gut die letzten oberen Berührungspunkte an...viele werden wir nicht mehr sehen!
Ich kann machen was ich will, ich sehe derzeit nur Dreiecke die sich sehr bald auflösen werden...und ich denke, dass dies gegen Süden gerichtet ist!
Ich bin zu 90% cash und habe nur gezielte EW und Optionen gehandelt, denn es ist meine Regel, dass man an solchen "Trendlosen" Chart-Punkten sich besser anderweitig vergnügt.
P.S. schaut euch mal QID an...das der inverser ETF der QQQQ mit 2-fachem Hebel!
Ich kenne den Auslöser / Trigger für den nächsten MOVE nicht...aber der Markt wird sich sehr bald einen suchen!

Samstag, 19. Mai 2007

auch ohne Bärenfell ..ich bin nicht Bullisch

Ich möchte zum vorhergehenden Artikel noch klarstellen, dass auch wenn sich das Chartbild derzeit zwischen FLAT + leicht UP zeigt, dass dies mir ganz klar noch keine Bullische Haltung erlaubt.
Ich denke, dass wir eine Seitwärtsbewegung einkalkulieren können.
Ich habe derzeit keine Langfristanlagen, da ich fest mit einer doch recht prominenten Korrektur rechne, die dann einen deutlich besseren Einstiegspunkt ergeben.(ca. -5% / SMI Ziel ca. 8953)

Es sind also derzeit bei mir nur kurz- mittelfristige Titel im Depot.

WANN kommt eine Korrektur ??
Ich weis es nicht..der Chart wirds zeigen...glaube jedoch nicht später als 10.06.!

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und denkt daran...1tens kommt es anders, 2tens als man denkt.

Bärenfell zu verkaufen !

So zeigt sich der SMI (60').
Seit dem 26.04. haben wir keine neuen Hochs gesehen, jedoch durch die "Seitwärtskonsolidierung" ensteht ein neues Bild.
Exact am 16.05. /14:00 dreht der SMI Richtung "Norden" oder genauer gesagt eine Gefahr nach unten ist gemäss den Indikatoren deutlich gemildert.
Ein eindeutiges Kaufsignal wird jedoch erst bei ca. 9490 gegeben.
Auch darf die 9350 nicht mehr unterschritten werden.
Alles in allem ist also nach der 3-wöchigen Konsolidierung eine Bewegung Richtung Norden gemäss dem heutigen Bild mit höherem CRV zu bewerten.
Für mich sind weiterhin folgende Titel interessant: ZURN, HOLN, ADEN, KNIN, SQN, PPHN, STLN, VZN, MOT-u
Der DAX ist saustark und zeigt keine Schwäche...SIXT könnte wieder kommen..
Auch USA zeigt Stärke....Dow = sehr stark, NDX = bin da noch nicht sehr bullisch.

Dienstag, 15. Mai 2007

Fortsetzung...der Korrektur

Punkte "E" erscheinen in vielen Chart's nicht so klar + präzise wie wir es gerne hätten.
Jedoch nach dem "anklopfen" an die obere Trendlinie (04. + 07.05.) bei sehr schwachen Momentum konnte man mit vernüftigem CRV "Süden" als Ziel wählen.
Es braucht jedoch Geduld!!
Mit einiger Phantasie kann man jetzt eine SKS-Formation erkennen.

Gemäss dieser Formation ist ein nächstes Ziel von 2486 abzuleiten.

Fazit:
Der DOW zeigte heute nochmals ein neues Hoch...konnte es aber nicht halten. Die anderen US-Indices zeigen aber nach unten. Ich bleibe nach diesem Gesamtbild also weiterhin Bearish bis sich Charttechnisch etwas ändert!
Auch der SMI zeigt nach unten...ich rechne weiterhin mit der fälligen Korrektur!

Nochmals: mit LONG's ist ausser bei ausgewählten Titeln (Daimler, Salzgitter, Petroplus, evtl. sogar VonRoll) ist nicht viel zu holen!!

Samstag, 12. Mai 2007

Globales Bild...es wird gegen Süden gehen..

Betrachten wir doch einmal die einzelnen Teile die den Markt mit beeinflussen und somit seine Richtung mitbestimmen:
Meine Thesen beziehen sich auf die USA-Indices:
1. Wie ist der Index vom Dollar abhängig ? --> steigender $ = fallender Index
2. --> steigender Oelpreis = fallender Index
3. --> Gold verhält sich ähnlich/gleich wie Index. (XAU = Index)

Auflösung der Gleichung:
1. Der $-Index befindet sich seit langem in einem bearishen Dreieck (d.h. nach unten)
Derzeit hat er die untere Trendlinie erreicht und einige Signale zeigen nach oben.
D.H.: steigender $ = fallender Index
2. Oel zeigt nach oben d.h. Tendenz steigend = fallender Index.
3. Gold zeigt nach unten (MACD, STOCH..). D.H. fallendes Gold = fallender Index.

Wenn man sich dann auch noch den Chart des Indexes (siehe Donn. 10.05.) anschaut, dann steht es 4:0 und muss man ein sehr grosser Optimist sein, wenn man derzeit auf der LONG-Seite seine Chancen sucht.

Ich zitiere die Geschichte der Strassenbahn:
Am Freitag wurde nochmals die Musik laut gestellt und viele sind noch aufgesprungen..es ist ja alles gut...Verluste von Donnerstag wurde egalisiert. Das Tram hat aber vor 4 Tagen seine Richtung geändert...und habt Ihr gemerkt, dass sich viele gut gekleideten Herrn nicht mehr im Tram befinden ??

Denkt darüber nach und prüft das derzeitige Chancen-Risiko Verhältnis sehr gut.

Etwas noch zu Einstieg- und Ausstieg:
Was ist schon richtig und was ist falsch...aber hier ein paar Punkte:
1. Untere Umkehrpunkte verlaufen in der Regel in einem "V" d.h. relativ spitz. Meistens werden auch lange "Dochte" ausgebildet. Diese Punkte sind also sehr markant.
2. Obere Umkehrmuster haben öfter eher ein "gewölbtes Dach". Hier kann es also länger für klare Signale dauern.
Wie trade ich:
1. Ich will immer nur 80% des Trends, d.h. ich will nicht die unteren + die oberen 10%!
2. Das bedeutet, dass man sich Zeit nimmt !!! und auch warten kann bis sich die ersten Aussagen bestätigen und sich ein "Trend" zeigt...denn hier steigt erst das "Smart-Money" ein.

Denkt daran: Nicht der Markt ist dein Feind sondern dein "Feind" ist der Teil, der sich zwischen dem linken + rechten Ohr befindet -:)

Donnerstag, 10. Mai 2007

Nachtrag zum schöneren Chartbild


hatte den Chart zu laden vergessen.

ein schöneres Chartbild..

Das " Megaphone Top" oder auch "Broadening Top" genannt ist hier im Nasdaq Comp noch viel ausgeprägter zu sehen.


Man kann fast auf den Tick genau sagen, was passiert.

Trade what you see..!!

Ich habe einfach nichts mit "Marktpsychologie" auf dem Hut.
Ich schaue mir lieber Chart's einfach und simpel an.

Ich verwende den gleichen Chart wie v. 03.05....natürlich einige Tage älter.
1. Die Erwartung, dass man vom Punkt "E" herunter kommt war ja da. (Natürlich hätte auch ein Ausbruch nach oben erfolgen können (Chancen aber <40%)
2. Die Frage war jetzt eigentlich nur: WANN ?
3. Man nehme geeignete einfache Indikatoren...in diesem Fall zeige ich den Price Oscilator.
4. Beim letzten "aufbäumen" vom Kurs...dies war gestern, welches überhaupt nicht vom Oscilator bestätigt wurde war alles klar....es geht runter.
5. Es wurden PUTS im QQQQ, SPY recht massiv nachgekauft (die ersten vom Dienstag waren "rot"), heute SMI + DAX gesammelt (man hat ja Vertrauen in seine Technik) und natürlich inverse ETFS geladen. QID, MYY, MZZ, SDS...(die steigen wenn alles andere fällt)
Wie geht es weiter?
Ich weiss es nicht....(70% weiter Richtung Süden) ...ich schau nur auf die Chart's...die sagen es.
P.S.: glaubt ja nicht, dass die heute veröfentlichten Zahlen etwas mit der Korrektur zu tun haben. Es war alles schon eingefädelt!! Ich kann dies mit dem $-Chart und andere Hinweisen belegen.
Und wenn man schon richtig liegt kommt Glück dazu..konnte es kaum glauben, dass meine CLADU sich heute so gut entwickelten.
zu Eh

Mittwoch, 9. Mai 2007

Update: Bombay Stock Index emulates DJIA Pre-Crash?

Chartupdate (zum zeitlichen Vergleich):

Donnerstag, 3. Mai 2007

wohin geht die Reise?


Man kann bekannterweise die Zukunft nicht vorhersehen.
Kann man aber mit Hilfe der Charttechnik Gefahren ahnen..??
Der Chart zeigt den S&P 500. Wir sehen ein klar gezeichnetes "bearishes Dreieck", in dem die Kurse den punkt "E" bereits min. 2-3 mal erreicht haben.
Was kann man daraus ableiten?
- im Normalfalle wird der gegenüberliegende Punkt von "E" angelaufen, d.h. Korrektur/Konsolidierung. (mehr als 50% Wahrscheinlichkeit)
Man beachte auch die Divergenz die sich im MACD gebildet hat. Es sind also nicht nur graue Wolken sichtbar...es sind dunkle Wolken!!
- es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass ein Ausbruch nach "oben" erfolgt. Dies erscheint mir aber auf Grund des Chartbildes unter 50%.
Fazit:
Es gibt noch kein "SHORT-SIGNAL" nach Charttechnikregeln...aber...es ist sicher nicht mehr der Zeitpunkt "LONG" zu sein!!! CASH muss man haben!!
Meine Erwartungen: China hat bekannterweise diese Woche "Ferien". Ich rechne, dass von dort nächste Woche Signale kommen, die die US-Börse deutlich nach unten befördern wird.

Mittwoch, 2. Mai 2007

20 Jahre later...

Wer mich kennt, weiss ich dass ich von den Crash-Propheten nicht viel halte. Ich nehme es lieber wie es kommt. Trotzdem geben die Exzesse schon zu denken. Wenn man weiss, dass mehr als 80% der Menschen dem eher mässig bis schwach intelligenten Typus zuzuordnen sind, so kann man sich ausrechnen, dass auch im schweizerisch-europäischen Finanzsystem mancher Börsianer und Trader hängen bleibt, wenn es zum Knall kommt. Und wie intelligent unsere kantonale Zürcher Bank in den letzten Wochen agiert hat, ist ein weiteres Beispiel.

Die beiden Charts zeigen den aktuellen Bombay-Index sowie den damaligen 87-er Crash im Dow Jones. Auffallend die Aehnlichkeit. Und ich kann mir schon denken, dass die Turbulenzen einmal mehr aus dem Osten kommen können.

Im übrigen: der 87er Crash löste sich aus auch einer Wedge. Einfach ausgeschüttet wie ein Kübel voll Wasser...


Grüsse Oekonom

macht was draus, aber machets guet...




Dienstag, 1. Mai 2007

Warren Buffett sucht Nachfolger per Inserat

Warren Buffett ist auf der Suche nach einem Nachfolger. Der amerikanische Finanzguru und zweitreichste Mann der Welt hat seine eigene Stelle als Chief Investment Officer für seine Holding Berkshire ausgeschrieben. Ungewöhnlich wie der 77-jährige Mann selbst sind auch die Anfragen, welche in seinem spärlich möblierten Büro landen.

Unter den bisher eingetroffenen 600 Bewerbungen befinden sich ein kanadischer Oekonom mit intensiver Yoga-Praxis, mit der er seine Gier, Ungeduld und Angst wegmeditiert, ein New Yorker, welcher dank dem Studium des Talmud und den Gesetzen von Moses das konzeptuelle Denken gelernt hat und ein 20 jähriger Student mit wenig Erfahrung aber viel Potential.

Der Auserwählte soll zu Beginn “nur” 10 Milliarden USD zum Verwalten bekommen, bevor die Zeit reif ist, das ganze Portfolio zu übernehmen.

Montag, 30. April 2007

pünktlich eingetroffen...



Wie am Donnerstag erwartet, beginnt eine Korrektur (Konsolidierung).

Chartlesen ist schon etwas schönes... wenn es dann eintrifft. Bin seit Donnerstag zu 100% aus LONG raus und habe natürlich im Vertrauen der Analyse PUTS auf QQQQ + SPY geladen.

Wenn wir den unteren Tradingkanal erreichen (ca. 1860 ?), ist dann anschliessend einem weiteren Anstieg Richtung 2000 nicht viel im Wege

Ausser nach der bekannten Regel: 1stens kommt es anders, 2tens als man denkt.

und wie immer.....trade what you see!

Donnerstag, 26. April 2007

die Zeit ist reif.....to goe out!

Da meine letzten Postings alle klar auf Bullish ausgerichtet waren, fühle ich mich irgendwie verantwortlich und möchte ich an dieser Stelle raten, Gewinne mitzunehmen!!
---> Ich wiederhole: Gewinne realisierenerscheint mir sinnvoll! (Nasdaq-100 derzeit aktuell bei 1894 / 26.04.-21:30)
Stelle keinen Chart rein. (siehe Kommentar 12.04.)
Ich beziehe mich auf den derzeitigen "Leitindex" Nasdaq 100 der heute exact seinen oberen Trendkanalrand erreicht hat ......eine Zwischenkorrektur ist sehr wahrscheinlich.

Ich rede aber nicht vom Punkt "E" wie vor 14 Tagen beschrieben. Diesen Punkt werden wir nach der jetzt erwarteten Zwischenkorrektur noch sehen!

Mittwoch, 25. April 2007

Sales of existing homes plunge 8.4% in March

zum nachlesen





Grüsse Oekonom

macht was draus, aber machets guet...

Montag, 16. April 2007

Finanz & Wirtschaft

Beim Internetauftritt der Finanz & Wirtschaft hat sich Einiges getan. Ein Blick auf die neue Seite lohnt sich:

- Aktienführer in ganz neuem Format
- Märkte & News (Börse, SWX Mitteilungen, Fonds, Devisen, Agenda)
- Zeitung und Archiv neu (für Abonnenten)
- MyFuW mit Portfolio, Mail-Alert, Newsletter, FuW-Report
- Services

Auf den ersten Blick viel Interessantes, was einen Besuch auf der Seite in Zukunft wohl häufiger lohnenswert macht.

Sonntag, 15. April 2007

Die linke Schlappe

So wie es derzeit aussieht, haben die Linken (SP) bei den Zürcher Wahlen gewaltig eines auf den Deckel bekommen. Die Zürcher scheinen genug zu haben von den Warmduschern und Gutmenschen, welche für diverse chaotische Zustände im Sozialbereich, beim Asylimport sowie der zunehmenden Gewalt verantwortlich sind.

Es ist zu hoffen, dass die Wahlen im Kanton Zürich im Herbst gesamtschweizerisch ebenfalls ihre reinigende Wirkung zeigen werden, damit endlich mit dem ganzen Sumpf aufgeräumt wird, welcher das linke Pack verursacht. Es muss jedem Bürger endlich das Licht aufgehen, wohin die multikulti Vermischung und das harmoniebedürftige Gutmenschentum hinführt.

Grüsse Oekonom

macht was draus, aber machets guet...

Samstag, 14. April 2007

Annahmen, Voraussehung oder auch nur Bauchgefühl...

Das war ein "voraussehendes" Statement vom 25. Februar 2007 in Anlehnung an das Thema.

Nasdaq 100:
In den letzten Tagen zeigte sich der Index erstaunlich stark, vorallem auch wenn man das geopolitische Umfeld mit einbezieht. Aktuell einmal mehr vor der bedeutenden Widerstandsmarke 1850, stark überkauft und demzufolge gehe ich davon aus, dass zuerst konsolidiert werden muss, zumal auch die Indikatoren eindrehen. Konsolidierung bis ins mittlere BB bei 1825 vernachlässigbar. Ein (derzeit noch unerwarteter) Ausbruch > 1850 würde die bullishe Lage markant verstärken und gäbe Raum bis an die 2000er. Diese Variante wird kommen, ist aber von der Zyklik her noch verfrüht.

Das einfach so zum Abgleich mit dem Chart von BOE1 betreffend Punkt E...

Grüsse Oekonom

macht was draus, aber machets guet...

Donnerstag, 12. April 2007

Erfolg ist ... mehr als nur raten


Es scheint, dass die, die nach Bauchgefühl traden bei der gestrigen roten Kerze bereits von Stimmungsumschwung sprechen.
Der fortgeschrittene Chartist, der mehr als nur rote + schwarze Kerzen kennt, sieht das schon ganz anders. Es wurde sogar ganz klar erwartet!
Der Nasdaqe Future ist derzeit das Mass der Dinge und zeigt wohin es geht.
Es ist auch wichtig, dass man über den Tellerrand schaut (Ziel = E !!!) und nicht bei einer roten Kerze bereits "Angst" hat.
Für mich ist der Markt bullisch (ich kann es ja auf der Chart sehen!) und ich sehe keinen Grund für etwas anderes.
Der Nasdaqe zeigt fast das gleiche Bild wie der DAX / SMI. Wir befinden uns in einem bullischen sich öffnenden Triangle. Die Kurse bewegen sich in einem schönen untergeorneten Trendkanal. Gestern und heute wurde der Kanal erneut bestätigt. Sollten wir (wie geplant, aber natürlich nicht gesichert!) den Punkt "E" erreichen, dann ist aber Vorsicht geboten.
Eine Chartanalyse kann uns nicht die Zukunft vorhersagen...aber sie kann uns helfen fundierte Annahmen zu treffen und die Gewinnquoten deutlich zu erhöhen. That's all!!
Fazit: Trade what you see...halte deine Regeln ein...und der Markt belohnt dich.
Dies ist definitiv mein letzter Beitrag für längere Zeit. Ich wünsche Euch Erfolg, arbeitet Diszipliniert...und lernt endlich etwas mehr technisches trading....denn in den Kursen sind alle EMOTIONEN sichtbar.

Dienstag, 3. April 2007

man nehme... (dies war mein bester Trade)

Einen Titel aus der Watchliste, der ähnlich wie auf dem ersten Chart aussieht.
Dieser ist auf Monatsbasis!! Eine vielversprechende bullische Divergenz ist sichtbar.

Aber ebenfalls ist sichtbar, was der Titel für Substanz hat...wenn der Turnaround gelingt.

(Höchst = 62.0$ / Tief = 2.98$)


Dann heisst es umschalten auf Tagesebene. Bereits Anfang März war (fast) klar, dass ein Boden gebildet wird.

Man konnte ebenfalls bereits einen Einstiegspunkt bei max. 3.0 $ abschätzen. Ebenfalls den Stoploss bei 2.75 (unter dem "Boden").

Wie legt man das Ziel fest? Herr Fibonacci hat hier Hilfe zur Verfügung gestellt (siehe Fib. Linien)
Ziel ist klar: es sind die 0.618 d.h. --> 6.0$ !!

Es kam wie vorgesehen (oder gehofft ??):
1.) Kauf bei 2.86$ ( man muss ja nur dem selbst programmierten Pfeil im MACD + 2 anderen Indikatoren vertrauen)
2.) Stop-Loss gesetzt bei 2.75$
3.) Massiv nachgekauft 4 Tage später bei 3,14$
4. Der Trade wurde heute bei 5.84 geschlossen ( hatte also doch Angst...Preisziel von 6,0$ wurde nachher noch leicht überschritten.
Übrigens: Dies war ein R von 26.7! in 10 Tagen. (siehe dazu Beitrag vom 02.04. betrefend RR etc.)
Also ein Risiko von 0.110 $ gegen Rewardchance von 3.11$.
Hatte auch bei der grossen roten Kerze vor 3 Tagen (4-5$) nie Angst, denn diese stellt eine normale / klassische Zwischenkonsolidierung dar. Der normale "Bürger" wäre hier rausgegangen.
P.S.: Mein Jahresziel wurde heute überschritten...denn es sind natürlich noch andere Pferdchen am laufen (zu 95% nur USA) ( MVIS, GROW, CENX, ZOLT.....)
P.S: verbringt weniger Zeit im Forum... lernt Charttechnik... lernt an Euch zu glauben...und haltet Euch strikt an ein gutes Moneymanagement!)



Variante ROT

Interessantes gibt es beim Spiegel zu Al-Qaida zu lesen:
[...] Nach Berichten der panarabischen Zeitung "al-Hayat" treibt diese Sorge auch die französischen Dienste um: Sie sorgen sich davor, dass Dschihadisten aus Algerien oder Marokko die für April angesetzte Präsidentenwahl für einen spektakulären Anschlag nutzen könnten - nach dem Muster der Anschläge von Madrid 2004, die ebenfalls kurz vor einem Wahlgang stattfanden und, wie von Qaida-Strategen vorhergesagt, zu einem Regierungswechsel und dem Abzug Spaniens aus dem Irak führten. Frankreich ist, ähnlich wie Deutschland, in Afghanistan präsent. [...]
Quelle: Spiegel Online

Wer sich "versichern" will, kann sich ja ein paar Puts auf die Indices anschauen. Die Wahlen in F sind am 22. April und 6. Mai. Das christliche Osterfest wäre sicher eine geeignete Plattform für einen Anschlag...

Montag, 2. April 2007

Was braucht es für eine richtige Selection ?


Das A + O einer positiven Tradebilanz ist das Chance/Risikoverhältnis. (CRV) oder auf englisch RR (Risk/Reward)

Es sollte also die Gewinnchance mind. 2 mal so hoch wie das Verlustrisiko sein.

(P.S. 2x ist eher ein sehr schwaches Resultat....
4-5+ ist schon besser)

Wo finde ich also gute Chancen bei "kleinem" Risiko (=enger Stop möglich) und höherem Ziel?

Antwort: am Ende von FORMATIONEN (=Ausbruch).
Hier ein Beispiel:
ICE befindet sich seit Jun.06 in einem starken UP-Trend (50 -160)
Ende Februar startete eine "Konsolidierung". Ich betone "Konsolidierung", weil auf Wochenebene immer noch ein UP-Trend besteht!
Sauber wurde bis Fibo 0.382 korrigiert und das Ergebnis ist ein wunderschönes bullisches Dreick.
Auf was muss man nun warten ? Natürlich auf einen Ausbruch nach oben (Richtung Trend)!
Der Trade lautete am 30.03., da Down-Trendlinie gebrochen wurde:
Buy at 122.0 / Stoploss at: 118.0 / Preisziel = 140++ das ergibt ein RR von 4,5 (Verlust max. 4.0, geschätzter Gewinn = 18.0) ( Das ganze wurde mit einer Option zusätzlich verstärkt.)
Ich liebe nach wie vor den USA Markt. 1. passt mir die Marktzeit viel besser + 2tens hat es 100-te von solchen Beispielen. Mein Marktscanner hilft hier mit, solche Titel auf die Liste zu setzen.
P.S.: Sommerzeit = Tenniszeit, Velofahren, mit den Enkelkindern spielen usw.
Gehe jetzt auch für 2 Wochen in meine üblichen Tenniferien. Meine Beiträge werden also ab sofort nur sehr spärlich erscheinen...

Man sieht's auch in Russland so...

Russischer Wissenschaftler: Iran kann Kernwaffen entwickeln

MOSKAU, 02. April (RIA Novosti). Iran kann Kernwaffen entwickeln - die Weltgemeinschaft darf dies jedoch nicht zulassen.

Das erklärte Akademiemitglied Jewgeni Welichow, Präsident des Russischen Forschungszentrums Kurtschatow-Institut, am Montag vor der Presse.

„Wissenschaftlich gesehen kann Teheran Kernwaffen entwickeln. Wenn sie aber in Iran aufkommen werden, so wird das ein großes Problem für die Weltsicherheit sein. Wichtig ist, dass die Kernwaffen nicht verbreitet werden und dass Iran nicht in ihren Besitz kommt“, sagte der Wissenschaftler.

Er hob hervor, dass Iran in industrieller Hinsicht ein entwickeltes Land sei. „Wenn sie die Entscheidung zur Entwicklung von Kernwaffen getroffen haben, so können sie diese Waffen entwickeln“, erklärte das Akademiemitglied.

Er verwies darauf, dass Russland alle Kräfte für die Lösung des iranischen Nuklearproblems einsetze.

Der Wissenschaftler äußerte die Auffassung, dass Kernwaffen ebenso wie biologische und chemische Waffen in der Welt vollständig verboten werden müssen.

„Die Menschheit muss auf die Entwicklung und den Einsatz von Massenvernichtungswaffen verzichten“, sagte er.

Die Weltgemeinschaft fordert von Iran, die Urananreicherung auszusetzen. Teheran lehnt das jedoch ab und behauptet, dass sein Nuklearprogramm ausschließlich eine friedliche Ausrichtung habe.
__________________________________________________________

Ich habe heute auf der Blog-Portalseite einen Newsblock aufgeschaltet u.a. mit der russischen Nachrichtenagentur Novosti. Speziell für diejenigen welche unter Angstpsychosen leiden. So können sie, bevor sie ihre Phantasien schreibenderweise freien Lauf lassen nachlesen, was die dem Iran eher freundlich gesinnten Russen jeweils so meinen. Dabei wird vieles relativiert und halb so heiss gegessen, wie es den Anschein macht, gekocht zu sein..
-Oekonom-

Sonntag, 1. April 2007

Kräftemessen auf Kosten der Soldaten

Der nachfolgende Kommentar von Peter Philipp, Deutsche Welle zeigt auf, um was es in der Sache geht. Jedenfalls nicht um solch düstere Szenarien welche in den Köpfen einiger Zeitgenossen abgeht. Etwas mehr coolness könnte sicher nicht schaden.


Was sich gegenwärtig zwischen Großbritannien und dem Iran abspielt, verdeutlicht das Dilemma, in dem nicht nur London, sondern der Westen insgesamt gegenüber Teheran steckt.

Da wird im Atomstreit schweres Geschütz aufgefahren und von Sanktionen gesprochen, die sich dann aber sehr schnell als wenig effektiv erweisen. Und auch im Fall der gefangenen oder entführten 15 britischen Marine-Soldaten droht der britische Premier mit ernsten Maßnahmen, verkündet wird aber nur das Einfrieren der Beziehungen mit Teheran: Keine offiziellen Besuche und keine Geschäfte mit dem Iran. Als ob das die Lösung wäre.

Stille Diplomatie?

Nun ist es sicher gut, dass die Zeit der so genannten Kanonenboot-Diplomatie der Vergangenheit angehört. Nur die Erklärungen der Politiker erinnern noch daran, nicht aber ihre Taten. Sonst wäre der Zwischenfall schon längst zu einem offenen Konflikt eskaliert, den London als "iranische Piraterie", Teheran aber als legitime Verteidigung seiner territorialen Gewässer hinstellt. Keine der beiden Seiten kann an einer weiteren Eskalation interessiert sein, schon gar nicht an einer militärischen Zuspitzung.

Deswegen wäre es sicherlich besser, den Fall mit stiller Diplomatie zu lösen. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan: Selbst wenn Tony Blair bald aus dem politischen Geschäft ausscheidet, so muss er gegenüber der eigenen Bevölkerung doch Entschlossenheit demonstrieren.

Deswegen wäre es sicherlich besser, den Fall mit stiller Diplomatie zu lösen. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan: Selbst wenn Tony Blair bald aus dem politischen Geschäft ausscheidet, so muss er gegenüber der eigenen Bevölkerung doch Entschlossenheit demonstrieren.

Satellitenfotos nützen nichts

Ebenso die iranische Führung. Egal, ob der Zwischenfall geplant war oder nicht - er kommt politischen Kreisen in Teheran natürlich gelegen: Eben noch hat London die Verhängung weiterer Sanktionen mit durchgedrückt und nun kann man es den Briten zeigen. Ihnen hat man vieles aus der Vergangenheit nicht verziehen: Die schamlose Ausbeutung der iranischen Öl-Vorkommen und auch den fast schon rassistischen Hochmut gegenüber der iranischen Bevölkerung.

Um die Wellen zu glätten, nützt es auch nichts, die Auswertung von Satelliten-Navigation vorzuführen. Wer das nicht glauben will, wird es nicht glauben. Und in Teheran will man es nicht glauben. Ganz abgesehen davon, dass der Wert solcher Linien angesichts des seit Jahrzehnten umstrittenen Grenzverlaufs in der Gegend ja ohnehin mit Vorsicht genossen werden kann.

Der Klügere hätte nachgeben sollen

In solch einer Situation und vor solch einem Hintergrund kann London herzlich wenig tun. Vielleicht wäre es aber sinnvoll gewesen, einmal fünf gerade sein zu lassen und von einem "möglichen und bedauerlichen Irrtum" zu sprechen, statt rechthaberisch auf der eigenen Position zu beharren. Die Devise "Der Klügere gibt nach!" mag zwar nicht zu den Strategien Krieg führender Nationen gehören, im vorliegenden Fall hätte sie aber von Anfang an für Deeskalation sorgen können.

Erst wenn Teheran dann auch noch hart geblieben wäre, dann hätte es sich wirklich ins Abseits manövriert. So aber lässt London sich auf ein Kräftemessen ein, das es nicht gewinnen kann und das auf dem Rücken der 15 Soldaten ausgetragen wird.

Sonntag, 25. März 2007

Wie macht man aus einem "VW" einen "Porsche" ??


Mechanisch ist es eine Menge Arbeit . Es geht aber auch anders.


Die Chart von VW befindet sich seit Mitte 2005 in einem Aufwärtstrend.

Beobachten wir den Titel in "Wochensicht" ab Juli 2005:

1. Klassische Konsolidierungsformation...mit abnehmenden Volumen!(wichtig).

2. Der Clevere Trader wartet auf einen Ausbruch und setzt ein Kaufsignal (Stop-buy) bei ca. 55.0 -57.0

3. Nach erfolgtem Ausbruch hebelt man mit einem Warrant die "optimale Situation"
(Gesamtmarkt = steigend, VW =bereits im Aufwärtstrend und beschleunigt jetzt.

4. Man haltet still ...nochmals: auf die Hände sitzen und den Titel + Warrant laufen lassen.
(wie früher: und läuft..und läuft..) und nicht von der Wochenansicht auf Tagesansicht zurückschalten!!


weiteres:

a) Das Kursziel konnte jeweils mit einfachem Fractalansatz bestimmt werden

b) Ich muss gestehen, dass ich am 24.11.06 ausgestiegen bin (habe eben auf Tagessicht umgeschalten!)

c) Neueinstieg am 13.02.

d) 1ter Einstieg = +44%, 2ter Einstieg = 36%, beim Warrant = ca. 650%


Bei strikter Wochenchartansicht hätte man nie..ich wiederhole NIE nur annähern Angst bekommen und wäre vom Juli 06 bis jetzt dabei!! (Warrant hätte man "rollen" müssen)


Dies als Beispiel und als Gedankenanstoss für längerfristigen Handelsansatz. (Erinnert Ihr euch an Unax/Oerl letztes Jahr?? = über 900%)


Auflösung der Überschrift: Man baue nicht um....kaufe sich mit dem Gewinn den (halben) Porsche



Donnerstag, 22. März 2007

es kommt also zur Version 2 ?


Zuerst einmal möchte ich aufräumen mit den "Sprüchen", dass Phsycholgie beim traden hilft. Mir hilft nur die Chart.
Habe in der Chart jeweils die Einstiegspukte angegeben. Es ist also keine Phsychologie...sondern nur...trading what we can see!! Und es war also im "Kurz-Bereich" ohne weiteres möglich gute Trades zu machen. (Was ich natürlich auch getan habe)
Investieren heisst für mich aber in grösseren Zeiträumen "grösseres" Geld im Markt zu haben. Und da war es schon ein wenig kritisch. Ich finde es auch schade, dass die "Welle C" (noch ?) nicht stattgefunden hat, den dies hätte den Markt sehr gut reingefegt und wäre auf die nächsten Wochen gesehen viel besser.
Wie gehts also weiter ? Ja..wenn ich es nur wüsste!
USA hat heute viel Pulver verschossen (mein NASLU dankt) aber das Aufwärtspotential ist jetzt aus meiner Sicht beschränkt.
Potential ist aber im SMI + DAX...die werden vermutlich besser abschneiden. (ABBN, VOW, BWIN, HOLN, ADEN, UZAN, ....

Sonntag, 18. März 2007

Die alte Leier von Dieter Behring

Aus Wirtschaftsinformation 14.03.2007

Die alte Leier von Dieter Behring

Viele sog. „wise-guys“ (im Volksmund Klugscheisser genannt) haben alles kommen sehen, wissen, wie sich alles abgespielt hat, wollen überhaupt weder wissen noch zur Kenntnis nehmen, dass es grosse und kleine Behrings überall gibt. Es gibt solche, deren börsenkotierte Vehikel in den letzten 7 Jahren um weit über 80 Prozent im Preis gefallen sind, die Promoter sich selbst aber im gleichen Zeitraum in die „Goldene Bilanz“ mit mehreren hundert Millionen Franken hinauf katapultiert haben. Eine simple mathematische Formel: Die einen verlieren Haus und Hof und die Gegenseite macht ein Riesenvermögen.

Der nächste Fall à la Dieter Behring ist vorprogrammiert,
... und zwar nicht auf den Galapagos-Inseln, sondern hier in der Schweiz. Die abhängige Presse hat eigenartigerweise den Braten noch nicht gerochen, obwohl längst alles zum Himmel stinkt. Man gewährt diesen Top-Shots nicht nur breiten Raum in der eigenen Postille, rühmt sie trotz offensichtlichem, völligem Versagen über den grünen Klee, dieweil die genau gleiche Presse mit Akribie und pharisäerhaftem Benehmen gegen unbequeme Konkurrenz mit den miesesten Tricks vorgeht.

Wer am WEF in Davos teilnimmt, hat noch lange kein Gütesiegel.
Auch diese Erkenntnis wird sich in Bälde in der Schweizer Finanzgemeinde für viele Hätscheler solcher Subjekte als unangenehme und sehr unbequeme Tatsache herausstellen. Wie bei DIETER BEHRING, wo sich nicht einmal mehr linke Spitzenpolitiker eines guten Gedächtnisses rühmen können.

Wo Geld ist, ist das Laster, sagen konservative Kreise.
Und die Linken möchten es zumindest solange verdammen und ausschalten, als es an ihren Reusen und Netzen vorbeitreibt.

Wenn sich immer mehr führende, europäische Rechtsexperten über den
Wertewandel / Rechtswandel
besorgt zeigen, ändert sich weder die (noch) herrschende Vorstellung noch das mehr als diskutable Verhalten vieler Zeitgenossen. Stephen L. Carter hat mit sei-nem Buch „integrity“ - trotz brillanter Gedankengänge und Feststellungen - etwa genau so viel erreicht, wie Professor Hans Christoph Binswanger in „Geld und Magie“. – Tröstlich ist, dass solche Rufer in der Wüste später – vielleicht zu spät – doch noch richtig und nachhaltig verstanden und interpretiert werden.

Mittwoch, 14. März 2007

es braucht wie immer einen Auslöser..

Ich könnte nachträglich stolz auf das timing sein...denn die 2te Halbzeit ist im Gange und auf den Tag genau eingetrofen...aber das ist wie fast immer "eher" Glück. Obwohl, wer den SMI-Chart näher verfolgte bereits spätestens am 12.03. / 13:00 short gehen musste!
Der berühmte "Trigger", der aber nur im schwachen Marktumfeld jeweils zur Anwendung kommt ist diesmal der USA-Häusermarkt.
Aus meiner Sicht ist es nach wie vor sinnvoll das Geschehen von der Seitenlinie zu beobachten und zu warten bis die Märkte ihr Gesicht zeigen.
Denke, dass erst ab nächster Woche vernüftige Einstiegschancen bestehen

--> Haltet also die Füsse still aber sucht jetzt die Favoriten der nächsten Monate.!

Freitag, 9. März 2007

.. kommt bald der Anpiff der 2ten Halbzeit ?

Wer weis schon wie es weitergeht? Man kann also nur die Vergangenheit (Chart) befragen.
Gemäss meinem Chart ist der SMI auf Tagesebene immer noch in der roten Zone (also kein Kaufsignal!).
Ich rechne nach wie vor mit der weiteren Abwärtswelle-C die die gleiche Grösse wie A haben dürfte.
Dies würde dem normalen Chartgeschehen entsprechen. (Was ja nicht heissen muss, dass es eintrifft)
Sehe auch weit und breit keine Hilfe von den USA-Indices.
Ich kann mir ausserdem nicht vorstellen, dass ein ca. 30 -wöchiger Uptrend sich mit 3-4 Tagen Korrektur zufrieden gibt.
Das einzige was gegen den down-move spricht ist, dass jeder damit rechnet!

1tens kommt es anders...2tens als man denkt.

Donnerstag, 8. März 2007

Da fragt man sich schon...

... was um Himmelswillen in den Köpfen einiger Warrantskäufer vorgeht. Da werden UBSKA gekauft und man wundert sich, warum der immer noch gleich gestellt ist wie gestern.

Ist es Gier, Unfähigkeit oder schlicht und einfach grenzenlose Dummheit einen solchen Call zu posten mit einem Ausübungspreis per Mitte Juni von 80.-?

Ich bin auch engagiert bei UBS mit UBSKI @37. Meine Annahme war, dass die 70er bei der UBS hält und ein Anstieg bis approx. 74.xx möglich sein kann. Also kaufe ich doch etwas das im Geld liegt und nicht UBSKA. Ich würde für den nicht einmal einen Rappen zahlen. Die Chance, dass er wertlos verfällt ist sehr gross. Angenommen UBS steht Anfang Juni bei 80, dann ist der UBSKI immerhin CHF 1.25 wert, während der UBSKA einen Wert von 0/zero hat.

Dass mehr als 90% der Warrantkäufer auf die Nase fallen liegt schlicht und einfach auch daran, dass falsche Instrumente gewählt werden. Dadurch, dass es meistens gierige Habenichtse sind, die hoffen, auch einmal ein schönes Blech fahren zu können oder sonstige Träume haben, greifen sie zu spektakulären selbstmörderischen Calls. Einmal kann es ja vielleicht gut gehen, aber in der Regel ist der Verlust vorprogrammiert.

Ich sage: langfristig erfolgreich mit Warrants sind nur diejenigen, welche es sich leisten können, mit grösseren Summen zu agieren. So gefällt mir eine langweilige UBSAL weitaus besser, als ein UBSKA. Man muss nur genügend grosse Stückzahlen = Summen handeln können.

Also liebe Leser. Nicht böse sein, wenn der Market Maker keine besseren Kurse stellt. Der Call ist einfach nicht mehr wert. Und vorher das Köpfchen zum Denken anstrengen.

Grüsse Oekonom

macht was draus, aber machets guet...

Dienstag, 6. März 2007

Also ich weiss nicht...

.. ob da einiges einmal mehr falsch interpretiert wird. Das einzige was bislang klar war, war die Tatsache, dass die Märkte seit dem letzten Jahr ohne nennenswerte Korrektur gestiegen sind. Diese war längst überfällig aber wie das so ist wenn es mal läuft, dann läuft's halt. Zum stoppen braucht es dann wie des öftern eine Meldung, die meist aus einer ganz anderen Ecke kommt, als man sie eigentlich erwartet. Und so waren es die Chinesen, welche den Kopf dafür herhalten mussten.

Zum weiteren Ausblick muss ich sagen, dass mir zuviele das gleiche erwarten. Klar, das war's und nun geht es zwangsläufig nochmals tüchtig weiter bergab. Möglich, aber was, wenn es eben nur eine kurze und kräftige Korrektur war? Ist es bei einem DAX 6700, 6900 oder auch erst 7001.01 wo es bei den immer gieriger werdenden und abseitsstehenden der innere Schweinehund ist, der dann doch noch ganz entnervt die "Kaufen" Taste drückt.

Ich denke, dass in nächster Zeit, wie das immer in solchen Phasen ist wo die Märkte sich wieder neu formieren müssen, viel Psychologie im Spiel sein wird. Auf jeden Fall gefällt es mir nun wesentlich besser, als noch vor 10 Tagen auf dem Gipfel. In der Flanke ist man etwas besser windgeschützt, auch wenn man sich vorsichtig bewegen sollte, um nicht auszurutschen.

Wer am Montag eine gute Tat machte, indem er den zittrig-schwachen Material aus den Händen nahm, der kann nun vorerst mal gemütlich hocken statt zocken.

Grüsse Oekonom

macht was draus, aber machets guet...

Montag, 5. März 2007

es könnte bald Halbzeit sein

es zeichnet sich langsam die Halbzeit der "Korrektur" ab, obwohl die USA-Indices heute nochmals die Tiefs getestet haben.
Habe stellvertretend den DAX näher angeschaut. Eigentlich habe ich in der ersten Welle bis etwa 6400 gerechnet...es dürfte aber sein dass die Welle A sich dem Ende zuneigt (6440 wurde ja gesehen)

Was sicher ist, dass dem A eine Welle B folgt d.h. es wird eine technische Reaktion erfolgen mit einem Ziel etwa bei 6650. Genauer kann man erst "raten",wenn A definitiv fertig ist.
Dann beginnt die 2te Halbzeit (Welle C). Hier kann man grob mit etwa 6200 rechnen. (Achtung: Extremfall sogar ca. 5800) Wie gesagt, diese Prognosen kommen einem "raten" nahe...und doch wird es in etwa so eintreffen. Ich denke dieses skizzierte Szenario wird bis etwa 19. 03. beendet sein.

Zusammenfassung: DAX 6440 -----> 6650 (+200 / 13.03.) -----> 6200 (-400 / 19.03)

Ab Woche 12 kann also wieder investiert werden und dann sollte hohe Liquidität vorhanden sein.
Alles dazwischen ist kurzfristiges trading.....
und ein Rat...verbrennt nicht zu viel inzwischen, den Banken geht es jetzt schon zu gut.

und weiter ist es rot...


Die Eröffnung des SMI hat heute sicher einige auf dem falschen Fuss erwischt.

Denn immer wieder können (kann) man es nicht lassen Kursbewegungen zu prognostizieren und möglichst früh eine "Kertwende" vorherzusehen

Bereits am Freitag hatten viele (auch ich) folgende Gedanken: Der Boden ist erreicht, es gibt einen technischen rebound, jetzt ist es billig, ich muss zugreifen usw. (= Gier )

Gnadenlos zeigt der Markt heute, dass es zu früh ist.

Auch heute werden diese Gedanken wieder auftauchen.

-->> Meine Frage: lässt sich ein Kauf Charttechnisch wirklich begründen ?? Wo ist ein vernüftiges CRV ?
Es ist aber sicher richtig, gewisse Titel bereits jetzt zu analysieren und auf eine Watchliste zu setzen. Es wird sehr gute Einstiegskurse geben....nur das ist jetzt noch nicht!!

Ich habe am Wochenende ein ausgezeichnetes Seminar in Deutschland besucht wo die besten TRADER anwesend waren. (Ich gebe meinGeld derzeit also in die Aus-Weiterbildung und nicht in die Börse) Und wieder habe ich sehr sehr viel profitiert und bin voll motiviert. Gehe nächstes Wochenende nochmals..den Weiterbildung ist das A + O


Ich kann sicher hier nicht alles in voller Länge weitergeben...aber die Quintessenz ist:

1. Das Einzelrisiko eines Trades darf nie (ich betone NIEMALS) mehr als 1% des Portf oliowertes betragen.

2. Wenn man etwas kauft, soll das CRV (Chance/Risiko) annähern 2:1 (darf auch mehr sein) betragen.


Nur wenn die beiden Punkte, vorallem aber Pkt.1 strikt eingehalten werden kann man auf die Dauer Gewinne erzielen. Ich rede hier von mind. 30-40% pro Jahr/ Portfolio. Lasst Euch nicht durch einige schnelle Gewinne täuschen...es war Glück. Statistisch gesehen werden alle ohne striktes Risk und Moneymanagment verlieren.

Samstag, 3. März 2007

Freitag, 2. März 2007

warum kommt der technische rebound nicht ?

Wir sind gewohnt, wenn ein kräftiger "Einbruch" passiert, dass dann die nächsten 2-5 Tage ein Erholungspotential besteht.
Warum ist dies derzeit nicht (noch nicht??) der Fall.
1. Im Markt ist man immer noch nicht über das warum des Einbruches ganz einig. Es verdichten sich aber die Gerüchte, dass vor allem Carry-Trader in China grosse Verluste eingefahren hatten und zwangsweise Ihre Verluste durch Aktienverkäufe decken musssten. Auch Gold wurde massiv verkauft... = Unsicherheit
2. Psychologie: Noch vor 4 Tagen hatten wir Jahreshöchststände. Es ist also zu wenig Anreiz, bereits jetzt schon wieder einzusteigen. Hier sehe ich den Hauptgrund : = es ist noch kein Kaufanreiz!

Da wir den Rebound bis jetzt nicht gesehen haben verdichtet sich Szenario 2, das eine weitere Reise Richtung Süden vorsieht. z.b. werden DAX-Ziele von 6300-6400 genannt. Mit SMI-Zielen tue ich mir schwer, weil NESN als Fels in der Brandung wirkt.
Vorhersagen ist mehr mit einem Blick in die Glaskugel zu vergleichen...ich will nur ausdrücken, dass noch nicht Zeit für investitionen ist.

P.S.: Heute sehr erfreut meine Call-Positionen von gestern aufgelöst. (HOLN leicht minus, und SAP sogar mit sehr gutem +.) Ende gut alles gut? NEIN, es war ein lausiger Trade gestern!!

Donnerstag, 1. März 2007

..und wieder konnte ich es nicht lassen!


habe heute "Schnäppli" machen wollen. Wie bereits gesagt...wollen.

HOLN ist sicherlich ein guter Titel und aussichtsreich... also Gelegenheit nutzen und einen CALL laden.

Auch SAP erschien mir eine gute Gelegenheit...zugreifen.

(was ist eigentlich mit meiner persönlichen "REGEL"..immer nur mit dem Trend gehen ?)


Wie gesagt getan..die CALL's geladen und wenn schon, dann aber richtig.. und dann habe ich Blut geschwitzt.


Es war ein VOLA-Spiel höchster Güte.

Bei HOLN ab 12:00 Down-Trend und um 15:20 ein Down-Spike erster Güte, bei SAP ab 12:00 ein wunderschöner Downtrend und nur die letzten 60' haben mich gerettet.Die MM haben natürlich immerwieder im richtigen Moment keine Kurse gestellt und wenn..dann mit einem grossen Spread. Ich habe zwischenzeitlich viel "Buch-Geld" verbrannt und eigentlich alle Fehler gemacht, die ich immer wieder predige:

1. Wo war mein vorher festglegte Ausstiegziel ...

2. Ich habe alles gehalten, trotz sonnenklaren Sell-Chartsignalen (mit den blöden Gedanken...jetzt ist es zu spät..es kommt schon noch..etc....wer kennt das nicht ?)

Ich habe also noch alle Calls .

Eventuell dürfte es nochmals gut rauskommen (vor allem SAP werde ich vermutlich sogar nachkaufen, es ist ein Übernahmeangebot im Markt)
...aber ich bin sehr entteuscht über mich... was für ein lausiger "Daytrader" bin Ich ???


Ich versprich mir wieder selbst:
1tens: Gehe mit und nicht gegen den Trend !!!
2tens: Beachte und befolge die Chartsignale (ohne wenn + aber)

P.S.: Es ist immer noch kein gültiger Boden im SMI! Auch wenn eine positive Reaktion stattfinden wird
es bleibt gefährlich, und immer noch die Möglichkeit, dass ein 2ter Down-Teil folgt!!
Mit einer Chancen-Risiko Beurteilung komme ich zum Schluss: ..ich halte meine Füsse still.

Das stürzt einem in ein Dilema: Es gäbe wirklich gute Einstiegskurse...aber was ist wenn wir noch weitere -5-6% bekommen ? Will man dann wirklich sich diese seelische Qual antun ??
Und glaubt ja nicht, dass in diesen Zeiten ein Stop-Loss richtig funktioniert.
Und wie immer: erstens kommt es anders..2tens als man denkt.

@oekonom

Hallo Lieber Kollege

Dein neuster Beitrag auf dem Internationalenblog finde ich nun doch etwas gar mager. Hast nicht Du vor ein paar Tagen gesagt, trade was man sieht. Also ich sehe klar die Richtung nach unten. Also sind wohl die Puts zu bevorzugen. Besser noch, man gibt sie langsam wieder ab.

Grüsse
Mändli

Etwas laut nachgedacht...

Nun sind sie also da, die Rezessionsängste betreffend Abschwächung in den USA. Hat man da nicht vor kurzem noch suggeriert, das Problem seien eher weiter anziehende Zinsen.

Eigentlich sind die Amis mit FED-Ben in einer guten Ausgangslage. Sie haben ihre Zinsen schon mehrmals angehoben. Man kann sie also auch wieder senken. Und ich gehe davon aus, dass mit diesem Instrument seitens der FED eingegriffen wird, sobald es sich notwendig zeigen sollte. Das wäre auch - wie schon einmal gehabt - bei einem stärken Nachgeben der Märkte möglich.

Ich gehe zwar nicht davon aus, dass eine mittelbare Zinssenkung bevorstehen wird. Objektiv betrachtet läuft nämliches vieles noch sehr rund, wenn nicht sogar zu gut.

Grüsse Oekonom

macht was draus, aber machets guet...

und jetzt..wie weiter ?

Eine klare Korrektur. Zuerst einmal entschuldigung an alle. Ich habe ein fürchterlich schlechtes Gewissen den eventuell habe ich den Kursstuz ausgelöst, weil ich viele Titel am Freitag verkauft hatte ? Nein Spass beiseite.

Habe den Chart des SMIM reingestellt. (Der SMI Chart zeigt übrigens genau das gleiche!!)

Ist es nur Zufall dass hier schon am letzten Donnerstag ein klares Verkaufssignal aufgezeigt wurde ? Oder ist wirklich China schuld? Oder das Missglückte Attentat ? (sollte ja eigentlich das Gegenteil auslösen..haha)

Wie auch immer...die Korrektur wurde von allen schon lange erwartet und doch wurde man überrascht, weil man noch die letzten Prozente mitnehmen will und sogar mit einem Schlussralley rechnet. Es ist immer das selbe. Ohne jetzt selbstgefällig zu werden, aber diesmal habe ich wirklich zu 90% alles glattgestellt gehabt...und aber trotzdem beim Rest einige + Hunderter liegen gelassen.

Ich komme wieder mit der Feststellung:
Glaube nicht den Zeitungen, Banken etc. sondern erledige das Handwerk (Charttechnik) einfach und sauber selbst und handle entsprechend (das letzte ist das schwierigste)

Ich weiss nicht wie es weitergeht. Eine technische Reaktion ist natürlich zu erwarten. Ob es dann zu einer üblichen 2ten Phase Richtung SÜDEN kommt ? Gut möglich!

Ich will nicht raten, da gibt es genug andere --> I trade what I see.

Ich kaufe derzeit natürlich..weil es so billig ist!! Man muss sich aber der Gefahr eines weiteren Rutsch Richtung Süden bewusst sein!!









Mittwoch, 28. Februar 2007

Optimismus, Pessimismus, Gier und Angst

Warum verdienen nicht mehr Leute Geld an der Börse? Weil sie, wie wir gesehen haben, beim Kaufen von der Gier (Optimismus) und beim Verkaufen von der Angst (Pessimismus) angetrieben werden. Die Anleger erarbeiten fundamentale Szenarien aufgrund ihrer emotionalen Verfassung („Rationalisierung“ der Gefühle) und sehen nicht, dass die wichtigste Triebkraft dahinter eigentlich die Gefühle sind.

Der Chart zeigt, dass ein Anleger, der voller Vertrauen und Überzeugung (Optimismus) investiert, nahe des Tops oder auf dem Top kauft. Dementsprechend verkauft ein besorgter Investor, der kapituliert (Pessimismus), nahe des Tiefstands oder gar auf dem Tiefstand. Selbst wenn das Hoch erreicht wurde und schon lange ein Baissetrend eingesetzt hat, sind die Anleger aufgrund des kürzlich erfolgten Aufwärtstrends nach wie vor auf Hausse eingestellt. Demgegenüber hält die vom letzten Abwärtstrend ausgelöste pessimistische Stimmung an, auch wenn die Talsohle durchschritten und der nächste Haussetrend bereits eingeleitet wurde. Die Anleger schwenken von ihren fundamentalen Hausseszenarien erst dann auf Baisse ein, nachdem sie unter dem Druck eines Abwärtstrends pessimistisch geworden sind oder nachdem sie unter dem Druck eines Aufwärtstrends optimistisch geworden sind. Sind die Investoren einmal auf Baisse eingestellt, legen sie sich entsprechende Szenarien zurecht und suchen nach weiteren negativen Punkten, obwohl es jetzt an der Zeit wäre zu kaufen. Dasselbe spielt sich bei einem Aufwärtstrend ab, wenn die Stimmung von Pessimismus auf Optimismus umschwingt. Die Investoren erarbeiten erst Hausseszenarien, nachdem sie schon auf Hausse eingestellt sind, was bedeutet, dass sie einen grossen Teil des Aufwärtstrends bereits verpasst haben. Gefühle sind also die Kehrseite der Fundamentalanalyse.

Die Anleger müssen lernen zu kaufen, wenn sie Angst haben (pessimistisch) und zu verkaufen, wenn sie in euphorischer Stimmung sind (optimistisch). Es tönt vielleicht einfach, nur das Gegenteil zu tun, ist aber ohne Charts kaum möglich. Das wichtigste Ziel der technischen Analyse ist, einem Anleger Wendepunkte aufzuzeigen, die er aufgrund von individuellen oder gruppenpsychologischen Faktoren nicht selbst erkennen kann.

In der Praxis agieren die meisten Investoren genau konträr zu dem, was eigentlich rational angezeigt wäre, nämlich kaufen bei tiefen Kursen und verkaufen bei hohen Kursen. Dahinter steckt eine leicht vorhersehbare emotionale Reaktion auf steigende respektive sinkende Kurse. Fallende Kurse, die erst als günstige Gelegenheit wahrgenommen werden, lösen auf noch tieferem Niveau Verlustängste aus, obwohl hier die Chancen lägen. Demgegenüber verleiten steigende Kurse, die anfänglich eine gute Verkaufsgelegenheit darstellten, zum gierigen Kaufen auf überhöhten Niveaus. Die Vernunft weicht Gefühlen und einem entsprechenden Rationalisieren, und dies mit einer solchen Regelmässigkeit, dass Leute, die diese Symptome und Trendänderungen auf den Charts zu interpretieren wissen, daraus beträchtliches Kapital schlagen können.

Historisch gesehen war dies immer bezeichnend für die Märkte.

Quelle: aus Credit Suisse Charttechnik